Neuer Schwung in alte Beziehungen

Besuch des Präsidenten des Bundes der Vertriebenen, Stephan Mayer (MdB), im Ortsforum Großsanktnikolaus

Während der Gespräche beim Sitz des Ortsforums Großsanktnikolaus: linke Sitzreihe: Dr. Paul-Jürgen Porr, Hartmut Koschyk, Stephan Mayer, Ovidiu-Victor Ganț, Benjamin Neurohr; rechts: Werner Kremm, Erna Elisabeth Toth, Attila Ándó, Dietlinde Huhn, Ramona Roosz-Șuba und Mario Mateaș

Großsanktnikolaus – Stephan Mayer (MdB, CSU), seit 2025 Präsident des Bundes der Vertriebenen, besuchte zusammen mit Hartmut Koschyk, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten (der Großsanktnikolaus von früheren Besuchen bereits kannte), und in Begleitung von Dr. Paul-Jürgen Porr, dem Landesvorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), des DFDR-Abgeordneten im Parlament Rumäniens, Ovidiu-Victor Ganț und von Benjamin Neurohr, dem Geschäftsführer des Banater Vereins für Internationale Beziehungen „Banatia“ am Montagnachmittag, dem 30. März, Großsanktnikolaus.

Nach einem kurzen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Dănuț Groza (aktuell parteilos), wo die Gäste von der Ortsforumsvorsitzenden Dietlinde Huhn im Rathaus eingeführt wurden und wo es um die deutsche Gemeinschaft von Großsanktnikolaus, um die finanzielle Lage der Kleinstadt und um wirtschaftliche Perspektiven ging, hatten die Gäste einen etwas über einstündigen Gedankenaustausch beim Sitz des Ortsforums Großsanktnikolaus, zu dem die Forumsvorsitzende den Leiter der Tanz- und Jugendgruppe Mario Mateaș, die Schulleiterin Ramona Roosz-Șuba, den römisch-katholischen Priester Attila Ándó, die pensionierte Lehrerin Erna-Elisabeth Toth (das Faktotum des Forumssitzes von Großsanktnikolaus) und den Unterzeichner dieses Kurzberichts eingeladen hatte.

Das Gespräch, bei Kaffee, Tee und Kuchen, drehte sich vorrangig um die gleich nach der Wende von 1989 angebahnten Beziehungen zwischen Großsanktnikolaus und der Bayerischen Großgemeinde Burgkirchen an der Alz bei Altötting – der Geburtsortschaft des Hauptgastes, des CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer. Zur Sprache kamen weiter Fragen des Schulwesens in deutscher Sprache in Großsanktnikolaus und in Rumänien im Allgemeinen (Ramona Roosz-Șuba ist die Nachfolgerin von Dietlinde Huhn als Leiterin der Allgemeinbildenden Schule „Nestor Oprean“ mit durchgängig deutschsprachiger Studienrichtung von den Klassen Null bis Acht, eine der wenigen Schulen dieser Art, die es noch im Landeskreis Temesch gibt), Fragen des kirchlichen Lebens, der Jugendtätigkeit und natürlich auch Fragen der Zukunft der Beziehungen zwischen Großsanktnikolaus und Burgkirchen an der Alz – auch im Kontext, wo auf der bayerischen Seite ein Generationswechsel stattgefunden hat. Gefragt nach Wünschen der Großsanktnikolauser Seite für die Zukunft, meinte die Forumsvorsitzende: „Es hat sich erwiesen, dass die Beziehungen zwischen den Jugendlichen die beste Grundlage für die Zukunft darstellen. Also macht Schüler- und Jugendaustausch, vielleicht künftig noch etwas intensivierter, Sinn. Und Regelmäßigkeit solchen Austausches. Gegenseitige Besuche auf der Führungsebene der beiden Ortschaften sind gut und nötig, aber Jugend- und Schüleraustausch soll die Basis sein.“