Neustadt – Die Stadt Neustadt/Baia Mare bemüht sich weiter, ihre Verwaltung zu digitalisieren. Das Rathaus hat eine Ausschreibung für Online-Bankdienstleistungen zur Einhebung lokaler Steuern und Abgaben gestartet – mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Millionen Lei über eine Laufzeit von vier Jahren. Ziel ist es, Zahlungen von Bürgerinnen und Bürgern künftig vollständig elektronisch abzuwickeln.
Hintergrund ist eine landesweite Gesetzesänderung, die Ende vergangenen Jahres von der Regierung beschlossen wurde. Sie verpflichtet Kommunen dazu, Online-Zahlungen für Steuern, Gebühren und Bußgelder über Bankinstitute abzuwickeln. Damit endet in Neustadt eine jahrelange Praxis: Bisher wurden Online-Zahlungen an die Stadt über das lokale Softwareunternehmen Indeco Soft abgewickelt. Aufgrund der neuen gesetzlichen Vorgaben ist dieses Modell nun nicht mehr zulässig.
Kernstück des neuen Systems ist die Plattform GlobalPay, über die Bürgerinnen und Bürger ihre lokalen Steuern, Abgaben und Geldstrafen bequem per Bankkarte bezahlen können. Die Stadt verspricht sich davon nicht nur mehr Komfort für die Einwohner, sondern auch effizientere Verwaltungsabläufe und eine geringere Belastung der Schalter.
Der ausgeschriebene Vertrag hat einen geschätzten Höchstwert von 5.808.000 Lei inklusive Mehrwertsteuer, was rund 1,45 Millionen Lei pro Jahr entspricht. Die Vergabe erfolgt nach dem Prinzip des niedrigsten Preises, wobei insbesondere die angebotene Bankprovision ausschlaggebend sein wird. Interessierte Anbieter können ihre Angebote noch bis zum 16. Februar 2026 einreichen.
Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Digitalisierungsstrategie des öffentlichen Sektors. Bargeldzahlungen sollen schrittweise abgeschafft werden. Künftig sollen Steuern, Gebühren, Beiträge und Bußgelder ausschließlich über elektronische Wege beglichen werden – per Karte, Überweisung oder über digitale Anwendungen.
Zusätzlich verpflichtet die neue Gesetzgebung alle öffentlichen Institutionen, einschließlich der Versorger öffentlicher Dienstleistungen, zur Nutzung von POS-Terminals. Diese sollen von den Banken kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um den Übergang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr weiter zu erleichtern.




