Reschitza – Zu den eklatanten Widersprüchlichkeiten der amtierenden Regierung gehört, dass sie Wasser predigt und doch weiterhin Wein trinkt. Nachdem seit einem Jahr innerhalb der Regierungskoalition ein Krieg tobt zwischen dem Spar- und Reformwillen des Regierungschefs, der ihn unterstützenden USR und mit teilweiser Unterstützung der Partei des Regierungschefs, der PNL (die Minderheiten sind eine Fraktion ohne eigene Linie ...), sowie der Antireformpartei PSD, wobei es, unter anderem, um den Rückbau des staatlichen Beamtenapparats geht, hat derselbe reformwillige Regierungschef, wahrscheinlich unter Druck der PSD, Mitte Januar per Ukas Ernennungen in den Präfekturen – den dezentralisierten Regierungsinstitutionen – vorgenommen.
In Reschitza hat er einen Juristen reaktiviert und zum Generalsekretär der Präfektur ernannt – nachdem sich erwiesen hatte, dass die jahrelange Vakanz dieses Postens der Tätigkeit der Präfektur überhaupt keinen Nachteil erbracht hat. Dorel-Adrian Ursu, ein Absolvent der nicht sehr glänzend beleumdeten Rechtsfakultät der Universität Craiova (jüngst schlug der Skandal des Doktorarbeitsplagiats des Justizministers Marinescu, ein Absolvent derselben Fakultät, an der er auch seinen Doktor – beim heutigen Rektor... – machte, hohe mediatische Wellen), arbeitet seit 2001 in der Präfektur Karasch-Severin in Reschitza als Jurist, verfügt angeblich über eine „solide Erfahrung“ in öffentlicher Verwaltung, war zwischen 2001 und 2005 schon einmal Generalsekretär der Präfektur (zur Zeit der PSD-Năstase-Regierung), stieg anschließend – 2006-2010 – zum Unterpräfekten auf, war dann auf dem bewährten beamtlichen Ruhegleis eines Regierungsinspektors (2010-2013) in Wartehaltung, um danach und zwischendurch, bis zur jüngsten Ernennung, wieder Jurist zu sein. Neuerlich Generalsekretär der Präfektur ist er, laut Ernennungsurkunde, seit dem 16. Januar 2026.




