Hermannstadt - Im Rahmen eines internationalen Konsortiums – es sind Partner aus Polen, Estland, Rumänien und der Tschechei vertreten – beginnt an der Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt/Sibiu (LBUS) ein Projekt zur Bekämpfung von Hassreden. Das Projekt: Words Matter: SpeakUP against Hate“ wird aus EU-Mitteln im Rahmen der Förderlinie CERV-2025-CHAR-LITI (Citizens, Equality, Rights and Values Programme) finanziert. Die Förderlinie hat den Schutz der Werte und Rechte der EU durch Bekämpfung von Hassverbrechen und Hassreden zum Ziel.
Das Projekt möchte der Zunahme von Hassreden und deren potenzieller Eskalation zu hassmotivierten Straftaten unter Jugendlichen in Europa entgegenwirken. Die Forschung entwickelt, testet und skaliert ein reproduzierbares Modell der Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinschaft, das auf vier strategischen Säulen basiert: Stärkung der Rolle junger Menschen in der Gesellschaft, Kompetenzentwicklung, Stärkung des gemeinschaftlichen Ökosystems und Transfer öffentlicher Politik. Die Studie richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren, die als beson-ders anfällig für Online-Manipulation gelten, aber auch eine entscheidende Rolle bei der Prägung der Kultur ihrer jeweiligen Gruppen spielen. Das Projekt wird die digitale Kompetenz, die zivilgesellschaftliche Resilienz und die soziale Verantwortung stärken und den Jugendlichen der Zielgruppe die Möglichkeit bieten, in ihren Schulen und Gemeinden zu Botschaftern des Wandels zu werden.
Das Projekt hat eine Laufzeit von 24 Monaten und bringt der LBUS ein Budget von 96.300 Euro ein.
Im Rahmen des Projekts wird das Team der LBUS die Leitung des Arbeitspakets 3 Entwicklung der Kompetenzen von Lehrkräften und der digitalen Kompetenzen“, mit Schwerpunkt auf Bewertung, akademischer Validierung und Fortbildungsprogrammen übernehmen. Dabei wird an der Hermannstädter Universität die Entwicklung eines transnationalen Überwachungsrahmens und die Abstimmung der Projektergebnisse auf nationale Bildungsstandards koordiniert. Zugleich sollen Lehrkräfte mit praktischen Instrumenten ausgestattet werden, um digitale Ethik und Strategien gegen Hassrede in ihren Lehrplan zu integrieren, Schulungen für Lehrkräfte und Pädagogen zur Bekämpfung von Hassrede und zur Unterstützung junger Menschen, mit starkem Fokus auf inklusiver Kommunikation, Dialogfähigkeiten und der Schaffung sicherer Lernumgebungen angeboten und die aktive Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendlichen gefördert werden, um sicherzustellen, dass Forschungsergebnisse in praktische pädagogische Instrumente umgesetzt werden.




