Kronstadt - Rund 50 Arbeiter der chemischen Werke „Viromet“ von Viktoriastadt/Orașul Victoria und „Nitroporos“ von Fogarasch/Făgăraș protestierten Donnerstagvormittag vor dem Sitz der Kreispräfektur Kronstadt/Brașov. Mit Trillerpfeifen, Trommeln, einer Heulsirene und in Sprechchören protestierten sie gegen die Verteuerung des Erdgaspreises, was zum Niedergang der rumänische Chemieindustrie führen werde. Für heute war eine weitere ähnliche Protestaktion am selben Standort angekündigt.
Bei „Nitroporos“ sollen ab Juli 248 der 529 Arbeitnehmer entlassen werden. Weiteren 35 Arbeitern mit befristeten Arbeitsverträgen werden die Verträge nicht mehr verlängert; 78, die auch eine Rente bezogen, müssen nun auf ihren Lohn verzichten. Auch bei „Viromet“ macht man sich Sorgen: Rohstoffe gebe es nur noch für den laufenden Monat, sagte Gewerkschaftsführer Valentin Pampu.
Sollten die Protestaktionen, die gleichzeitig auch in Bukarest laufen, erfolglos bleiben, plane man weitere Proteste, die „radikaler“ sein werden, verlautete es aus Gewerkschaftskreisen.
