Regenwassergarten in Livada

Innovative Lösung für Klimaanpassung und Wasserwirtschaft

Das Regenwasser wird effizient gesammelt und in den Boden zurückgeführt. Foto: Verein für interkommunale Entwicklung

Livada – Im Kreis  Sathmar/Satu Mare wurde ein richtungsweisendes Investitionsprojekt erfolgreich umgesetzt: In der Stadt Livada entstand im Rahmen des internationalen Projekts „SPONGECITY – Verbesserung der Anpassungsfähigkeit von Städten an den Klimawandel durch Erprobung und Verbreitung der ‚Schwammstadt‘-Methodik“ ein moderner Regenwassergarten.

Das Vorhaben gilt auch auf Kreisebene als einzigartig und zeigt anschaulich, wie Regenwasser effizient gesammelt und gezielt wieder in den Boden zurückgeführt werden kann. Diese Lösung trägt nicht nur zur Verringerung der Hochwassergefahr bei, sondern schafft zugleich eine attraktive Grünfläche, die das Stadtbild aufwertet und die Lebensqualität der Bevölkerung verbessert.

Der Regenwassergarten überzeugt sowohl durch seine Gestaltung als auch durch seine technische Ausstattung. Moderne Sensoren erfassen kontinuierlich Parameter wie Luftfeuchtigkeit, Bodenfeuchte, Wasserstand und Bodentemperatur. Die gewonnenen Daten werden von Fachleuten ausgewertet und mit Ergebnissen aus drei weiteren, im Rahmen des Projekts in Europa angelegten Regengärten verglichen. Dadurch wird die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und praktischer Anwendung gestärkt.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass Investitionen in grüne Infrastruktur nicht nur ökologische Vorteile bringen, sondern auch konkrete Verbesserungen für die Gemeinschaft bewirken. Gleichzeitig dient es als Vorbild für andere Städte und Gemeinden bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

An der Umsetzung sind insgesamt dreizehn Partner beteiligt. Strategischer Partner des Vereins für kommunale Entwicklung des Kreises Sathmar ist die Stadt Livada. Finanziert wird das Projekt über das Donauregion-Programm. Das Gesamtbudget beträgt über zwei Millionen Euro, davon entfallen 164.500 Euro auf den Verein.