Renaissancemusik in der Elisabethstädter Kirche

Lautenrezital zum 400. Todestag von John Dowland in Temeswar

Temeswar – In der römisch-katholischen Kirche, Elisabethstadt/Elisabetin III., am Lahovary-Platz/Piața Bălcescu findet am Sonntag, dem 24. Mai, ab 19 Uhr ein besonderes Konzert mit Renaissance-Musik statt. Der Temeswarer Lautenist Caius Hera präsentiert Werke des bedeutenden englischen Komponisten und Lautenspielers John Dowland.

Das Konzert ist Teil einer Veranstaltungsreihe zum 400. Todestag Dowlands, der als einer der wichtigsten Vertreter der elisabethanischen Musik und der Lautenliteratur gilt. Auf dem Programm stehen repräsentative Werke des Komponisten, interpretiert auf einer Renaissance-Laute. Ergänzt wird der Abend durch kurze Einführungen zum historischen Hintergrund und zur Musik der Epoche. „Wir möchten dem Publikum eine intime und zugängliche kulturelle Erfahrung bieten, bei der die Renaissance-Musik in einem passenden Raum neu entdeckt werden kann“, sagt Caius Hera, Vorsitzender des Vereins „Festivalul Baroc Timișoara“.

Das Konzert findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft des Göttlichen Erlösers (Societatea Divinului Salvator) statt. Sponsor der Veranstaltung ist EUROCCOPER. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der Kirche sind willkommen.

John Dowland (1563–1626) war einer der bedeutendsten Komponisten der Spätrenaissance und der wichtigste englische Schöpfer von Musik für Laute und Liedern mit Lautenbegleitung. Obwohl sein Stil in England relativ schnell überholt war, hatte seine Musik in Europa großen Einfluss.

Er studierte Musik von Jugend an, arbeitete in Frankreich und konvertierte zum Katholizismus. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Musik in Oxford (1588) wurde er zu einem geschätzten Musiker. Er reiste nach Deutschland und Italien und stand ab 1598 im Dienst von König Christian IV. von Dänemark. Seine wichtigsten Werke sind „The First Book of Songs“, „Ayres“ und „Lachrimae or Seaven Tears“ (1604). Seine Musik zeichnet sich durch Melancholie, Ausdruckskraft und poetische Raffinesse aus, die für die „elisabethanische Melancholie“ charakteristisch sind. Im Jahr 1612 erhielt er eine Anstellung am englischen Königshof und gilt heute als eine der Schlüsselfiguren der europäischen Renaissance-Musik