Reschitza privatisiert weiterhin Baugrund

Die innerstädtischen Grundstückspreise sind nach wie vor für fast jeden erschwinglich

Reschitza – Am vergangenen Wochenende setzte die Stadtverwaltung von Reschitza ihre Bemühungen fort, Grundstücke, die ihr als Streubesitz gehören, oder frisch parzellierte und als künftiges Wohngebiet ausgewiesene Flächen – etwa auf der Gol-Wiese oberhalb des Verwaltungszentrums von Reschitza – per Versteigerung zu verkaufen. Der Erfolg war mäßig, aber die Stadtverwaltung gab noch während der laufenden Versteigerung bekannt, dass sie solche Aktionen mit Regelmäßigkeit durchzuführen gedenke. Einerseits, weil diese isolierten und für größere Vorhaben mangels Kompaktheit ungeeigneten Flächen sonst weiterhin brachliegen, andrerseits, weil jede finanzielle Aufbesserung des Stadtsäckels, einschließlich durch Veräußerung von Stadtvermögen, für die Stadt nötig ist. Und drittens ist allmählich ein Nebeneffekt der beharrlichen Stadterneuerungsbemühungen der Stadtverwaltung zu bemerken – das Interesse an Grundstücken und an einer Niederlassung oder einem Zweitsitz in Reschitza steigt ... gemächlich, aber stetig.

Diesmal waren 24 Grundstücke angeboten worden. Kaufangebote gab es bloß für sechs davon, verkauft wurden fünf. Die Versteigerungen laufen nach dem Prinzip, wer das Höchstangebot über dem ursprünglich festgeschriebenen Minimalpreis (den autorisierte Schätzer festlegen) macht, bekommt den Zuschlag. Die diesmal angebotenen 24 bebaubaren Grundstücke hatten eine Gesamtfläche von zwei Hektar/20.000 Quadratmeter, und der festgelegte Minimalpreis – je nach Lage waren die Quadratmeterpreise ziemlich unterschiedlich – summiert für die Gesamtfläche, lag bei 310.000 Euro (bezahlbar auch in der Landeswährung).

Verkauft wurden insgesamt 2794 Quadratmeter, für die es einen Zuschlag über 37.766 Euro plus 30.000 Lei gab. Den Höchstpreis erzielte ein 980 Quadratmeter großes Grundstück auf der 24.Ianuarie-Straße, das jetzt, bei der zweiten Offerte seitens der Stadt, für 26.471 Euro erstanden wurde, was einem Quadratmeterpreis von 27,01 Euro entspräche. Damit lag das Kaufangebot um rund elf Euro über dem vorher festgelegten/geschätzten Minimalpreis.

Auch der Käufer eines 407 Quadratmeter großen Grundstücks am Gol-Berg – in dem von der Stadt vor zwei Jahren parzellierten neuen privaten Wohngebiet über dem Stadtzentrum – war bereit, erheblich mehr zu berappen, als der Minimalpreis vorsah. Er wird 30.000 Lei dafür bezahlen – 73,71 Lei/qm – wobei die Schätzer das Grundstück zu einem Quadratmeterpreis von 40 Lei/qm (also 16.280 Lei das ganze Grundstück) gesehen hatten.

Das größte Grundstück – 1028 qm – stand im temeswarwärts gelegenen Vorort Câlnic zum Verkauf. Es brachte 6145 Euro (5,98 Euro pro Quadratmeter, wobei der Schätzwert bei vier Euro/qm oder 4112 Euro lag). Die beiden vorherigen und zuletzt überbotenen Angebote für dieses Grundstück betrugen 4125 Euro und 5600 Euro. Einen guten Preis erzielte auch ein Grundstück in der Eftimie-Murgu-Straße (40,51 Euro/qm für ein 79 Quadratmeter großes Grundstück). Hingegen erzielte ein 300 Quadratmeter großes Grundstück in der Alunilor-Straße insgesamt nur um 30 Euro mehr als das minimal akzeptable Angebot von 1920 Euro (bezahlt werden um zehn Cent mehr als das Minimum, also 6,50 Euro/qm). Und in derselben Gegend des künftigen Kunst- und Berufsausbildungszentrums der Halle Minda gab es ein 138 qm großes Grundstück zu kaufen, für das zwar ein Minimalangebot (4140 Lei) gemacht wurde, dessen Verkauf aber die Stadt umgehend stornierte und das sie bei nächster Gelegenheit wieder anbieten wird.

Diesmal blieben also 19 Angebote der Stadt unbeachtet. Die Veranstalter der Versteigerung versicherten allerdings, dass beim nächsten Mal, in einigen Monaten, weitere Angebote zu den jetzt unbeachtet Gebliebenen hinzukommen werden.