Temeswar – Die Sanierung des historischen Schlosses in Banlok/Banloc, im Kreis Temesch/Timiș, einstiger Sitz der Adelsfamilie Karátsonyi, nimmt weiter Gestalt an. Der Temescher Kreisrat hat eine Ausschreibung für die technische Dokumentation gestartet, die als Grundlage für die umfassende Restaurierung dienen soll. Gesucht wird ein Unternehmen, das sämtliche Studien, Gutachten und Pläne für das Schloss sowie die umliegenden Gebäude erarbeitet.
Das Ensemble, zu dem neben dem Hauptgebäude auch ein Park und mehrere Nebengebäude gehören, befindet sich im Besitz des Orthodoxen Erzbistums Temeswar und wird vom Kreisrat verwaltet. Der Wert des Auftrags liegt bei rund einer Million Lei (ohne MwSt.).
Langfristig soll das Schloss, das vom Ende des 18. Jahrhunderts stammt, zu einem kulturellen Zentrum werden, das Raum für Konferenzen, Ausstellungen, Konzerte sowie Bildungs- und Sozialveranstaltungen bietet. Voraussetzung dafür ist zunächst die Erstellung der technischen Dokumentation (D.A.L.I.), die unter anderem architektonische Entwürfe, statische Analysen, Geländeuntersuchungen sowie historische Expertisen umfasst.
Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert: In einer ersten Etappe wird innerhalb von etwa sechs Monaten die Planung für das Hauptgebäude samt Genehmigungen und Gesamtkonzept erarbeitet. Die zweite Phase betrifft das restliche Areal, darunter Park, Jagdpavillon, Stallungen und Toranlagen, und soll innerhalb von rund zwölf Monaten abgeschlossen werden. Angebote können bis zum 6. April eingereicht werden.
Parallel dazu haben bereits erste Sicherungsmaßnahmen begonnen. Nachdem ein Sturm im vergangenen Jahr Teile des Dachs beschädigt hatte, leitete der Kreisrat im März Notreparaturen ein, um einen weiteren Verfall zu stoppen.




