Temeswar (ADZ) – Das Temeswarer Bürgermeisteramt bereitet eine neue Reorganisation ihres Verwaltungsapparats vor, in deren Zuge rund 230 Stellen bei der Stadtverwaltung und der Ortspolizei gestrichen werden sollen. Bürgermeister Dominic Fritz (USR) erklärte am Donnerstag, die Maßnahme sei eine direkte Folge der jüngst von der Regierung verabschiedeten Verwaltungsreform, die die Kommunen verpflichtet, ihre Stellenpläne um 30 Prozent zu reduzieren. Nach Angaben des Bürgermeisters lag die Temeswarer Stadtverwaltung bereits bisher etwa zehn Prozent unter der bisherigen gesetzlichen Obergrenze für Personalstellen. Die neuen Vorgaben machten jedoch weitere Einschnitte notwendig. Insgesamt müsse die Stadt nun rund 20 Prozent zusätzliche Stellen abbauen.
Konkret betrifft die Reform sowohl die Stadtverwaltung als auch die Ortspolizei. Bei der Ortspolizei sollen rund 80 Stellen gestrichen werden, davon etwa die Hälfte derzeit besetzt. In der Stadtverwaltung selbst sollen rund 150 Stellen wegfallen, wobei auch hier der Großteil der Posten aktuell besetzt ist. Fritz erklärte, dass sich die Personalstruktur der Stadtverwaltung seit Beginn seiner Amtszeit ohnehin stark verändert habe. Nach Abschluss der neuen Reorganisation werde die Gesamtzahl der Beschäftigten um rund 40 Prozent unter dem Niveau liegen, das bei seinem Amtsantritt bestanden habe. Dies geschehe in einer Phase, in der die Stadt deutlich mehr investiere und zugleich zusätzliche Aufgaben übernommen habe.
Der Bürgermeister räumte ein, dass die geplanten Maßnahmen für einen Teil der Beschäftigten eine schlechte Nachricht seien. Man wolle den Prozess jedoch mit größtmöglichem Respekt gegenüber den Mitarbeitern durchführen. Die Entscheidung darüber, welche Stellen gestrichen werden, solle anhand möglichst objektiver Kriterien erfolgen. Zu den wichtigsten Kriterien gehört nach Angaben der Stadtverwaltung die tatsächliche Arbeitsbelastung einzelner Abteilungen. Bereiche mit geringer Arbeitsleistung oder geringer Zahl bearbeiteter Vorgänge könnten stärker von Kürzungen betroffen sein als Abteilungen mit hoher Auslastung. Gleichzeitig solle die Reorganisation auch strategischen Überlegungen folgen. Ziel sei es, jene Strukturen zu stärken, die eine effizientere, schnellere und stärker bürgerorientierte Verwaltung ermöglichen.
Fritz betonte, dass die Reform nicht nur eine quantitative Reduktion bedeuten solle, sondern auch eine qualitative Verbesserung der Verwaltungsarbeit. Die Stadt wolle die Reorganisation nutzen, um interne Abläufe zu überprüfen und neue Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung zu identifizieren.




