Reschitza – Das Kommando der militärisch organisierten Feuerwehr innerhalb des Katastrophenschutzes ISU „Semenic“ mit Sitz in Reschitza gab Montagnachmittag bekannt, dass die Feuerwehren des Banater Berglands am vergangenen Wochenende 23 Löscheinsätze fahren mussten. Mit drei Ausnahmen – zwei Brände in Häusern wegen verrußten und nicht beizeiten gesäuberten Rauchfängen und einem durch Kurzschluss entzündeten geparkten Pkw – handelte es sich ausschließlich um außer Kontrolle geratene Brandrodungen. Glücklicherweise sind bei keinem der Brände Menschenopfer zu beklagen gewesen. Die 23 Brände waren zwischen Freitag am späten Nachmittag und Montag früh ausgebrochen. In derselben Zeitspanne fuhr der Rettungsdienst SMURD der Feuerwehr 32 Einsätze zu Mitbürgern, die an den Notruf 112 appelliert hatten.
Den Flächenbränden von vergangenem Wochenende fielen 60 Hektar Wiesen und Weiden und 12 Hektar Obstbäume zum Opfer. Die ausgedehntesten Brandstellen gab es rund um Reschitza sowie im Weichbild der Gemeinden Ezeri{ (drei außer Kontrolle geratene Brandherde), Zorlențu Mare, Mehadia und Dalboșeț im Almascher Land (zwei außer Kontrolle geratene Brandherde).
Hausbrände ereigneten sich in der Serbengemeinde Pojejena an der Donau und in Franzdorf, der in Brand geratene Pkw war im Karansebesch eingemeindeten Jupa geparkt. In Franzdorf brannte das Dach und die Mansarde mit mehreren Zimmern eines zur Pension umgebauten Wohnhauses ab. Bis zum Eintreffen der Berufsfeuerwehr aus Reschitza hatte die Freiwillige Feuerwehr von Franzdorf den Brand bereits unter Kontrolle bringen und ein weiteres Übergreifen des Feuers stoppen können. Trotzdem brannte der gesamte Dachstuhl der Immobilie aus, ebenso zwei der Zimmer der Mansarde. Der Pkw in Jupa wurde zu schätzungsweise 70 Prozent durch den Brand zerstört.
Einmal mehr appelliert der Katastrophenschutz an die ländliche Bevölkerung, auf die Tradition der periodischen Brandrodungen (Herbst und Frühjahr) zu verzichten, da diese vom ökologischen Standpunkt ein Unsinn sind, dem Boden und den nützlichen Organismen der obersten Erdschichten teils unwiederbringlichen Schaden zufügen und Menschen und Anlagen gefährden.




