Schwere Explosion am Sitz der Verkehrspolizei

Lugosch – Eine schwere Explosion hat sich am Mittwochmorgen am Sitz der Verkehrspolizei in der westrumänischen Stadt Lugosch/Lugoj im Kreis Temesch/Timiș ereignet. Die Detonation erfolgte gegen 8.15 Uhr in einem Nebengebäude des Polizeikomplexes, in dem die Verkehrspolizei sowie die Strafregisterstelle untergebracht waren. Infolge des Vorfalls wurden drei Polizeibedienstete verletzt.

Zwei der Verletzten erlitten Verbrennungen und wurden zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Eine dritte Person wurde vor Ort behandelt, nachdem sie leichte Verletzungen und eine Panikreaktion hatte. Nach Angaben der Rettungskräfte bestand zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr für die Betroffenen.

Die Explosion verursachte erhebliche Sachschäden. Die tragenden Wände und das Dach des betroffenen Gebäudes stürzten teilweise ein. Zudem wurden ein auf der Straße geparktes Polizeiauto sowie ein weiteres Fahrzeug beschädigt. Auch umliegende Gebäude nahmen Schaden, unter anderem durch zerborstene Fenster und Erschütterungen.

Die Behörden reagierten mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen. Insgesamt wurden 31 Personen aus dem unmittelbaren Umfeld evakuiert. Mehrere Straßen im Bereich des Polizeigeländes wurden gesperrt und ein Sicherheitsperimeter eingerichtet, der je nach Entwicklung der Lage angepasst werden sollte. Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Behörde für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren führten Messungen durch, bei denen Werte festgestellt wurden, die bis zu drei Mal über dem Normalniveau lagen.

Obwohl das betroffene Gebäude nicht an das öffentliche Gasnetz angeschlossen ist, gehen die Ermittler derzeit von einer möglichen unterirdischen Gasansammlung aus. Aufgrund dieser Annahme wurden zusätzlich Experten des Nationalen Instituts für Forschung im Bereich Bergbausicherheit aus Petroschen/Petroșani hinzugezogen, um detaillierte Untersuchungen durchzuführen.

Die Staatsanwaltschaft Lugosch hat ein Strafverfahren eingeleitet. Gegenstand der Ermittlungen sind fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Sachbeschädigung sowie mögliche Verstöße gegen Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften. Parallel dazu dauern die technischen Untersuchungen an, um die genauen Umstände und die Ursache der Explosion zweifelsfrei zu klären.