Neustadt/Klausenburg – Der Rechtsstreit um das angeblich ungerechtfertigt erworbene Vermögen des ehemaligen Bürgermeisters von Neustadt/Baia Mare, Cătălin Cherecheș, geht in die nächste Runde. Vier Monate nach einem Urteil des Berufungsgerichts Klausenburg/Cluj hat der frühere Stadtchef erneut Revision eingelegt. Nun muss der Oberste Gerichtshof endgültig entscheiden.
Das Berufungsgericht in Klausenburg hatte im Oktober 2025 festgestellt, dass Cherecheș während seiner Amtszeit Vermögenswerte im Wert von 2,68 Millionen Lei ungerechtfertigt erworben habe. Der ehemalige Bürgermeister wurde verpflichtet, diese Summe an den rumänischen Staat zurückzuzahlen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Cherecheș den Fall erneut vor die höchste Instanz gebracht hat.
Der inzwischen seit Jahren laufende Rechtsstreit begann bereits 2019, nachdem die Nationale Integritätsbehörde (ANI) bei der Überprüfung seiner Vermögensverhältnisse eine erhebliche Differenz zwischen Einkommen und Vermögenszuwachs festgestellt hatte. Dem Bericht zufolge belief sich diese Differenz auf über 2,7 Millionen Lei im Zeitraum von 2012 bis 2017.
Der Fall durchlief seitdem mehrere Gerichtsinstanzen und wurde zwischenzeitlich sogar zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen. Erst im September 2025 kam das Berufungsgericht in Klausenburg erneut zu dem Schluss, dass die fragliche Summe ungerechtfertigt erworben worden sei.
Parallel dazu wurde auch wegen des Verdachts auf falsche Angaben in Vermögenserklärungen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft in Neustadt fand jedoch keine Hinweise auf eine Straftat, sodass dieses Verfahren eingestellt wurde.
Währenddessen verbüßt Cherecheș derzeit eine Haftstrafe wegen fortgesetzter Bestechlichkeit.




