Teuer, und auch noch stark zerstückelt

Selbst im Banater Bergland sind große, kompakte Ackerflächen kaum noch zu haben

Reschitza – Das teuerste Stück Land, das im vergangenen Jahr im Banater Bergland seinen Besitzer durch Transaktion gewechselt hat, lag am Ufer des Donaustausees vom Eisernen Tor I, in der Gemeinde Pojejena (die liegt zwischen der ersten Ortschaft, wo die Donau auf rumänisches Territorium stößt, Basiasch, und der ersten Stadt am rumänischen Donauufer, Neumoldowa/Moldova Nouă). Hier wurden 177 Quadratmeter – das entspricht 0,0177 Hektar – um 48.350 Lei verkauft, was einem Hektarpreis von 2.731.638,418 Lei/546.327 Euro entspräche.

Im Dezember 2025 wechselten in Rumänien insgesamt 12.289 landwirtschaftlich nutzbare Grundstücke ihren Besitzer. Von diesen lagen nur 157 Grundstücke im Banater Bergland/Verwaltungskreis Karasch-Severin, wie aus den Angaben der Nationalen Agentur für Kataster und Immobilitätswerbung, ANCPI, hervorgeht. Damit lag das Banater Bergland nur auf Rang 31 der Liste der Grundstücksbewegungen. Rang eins belegte der südöstliche Nachbar Mehedinți mit 760 Verkäufen von landwirtschaftlich nutzbaren Grundstücken, gefolgt von dessen östlichem Nachbarkreis Dolj (643 Grundstücke) und von Arad (602 Grundstücke) an der Westgrenze Rumäniens. Die wenigsten Grundstückstransaktionen gab es in den Verwaltungskreisen Bukarest – null, Teleorman – 16 und Marmarosch – 58.

Allerdings ist aus den Angaben von ANCPI viel mehr als die Anzahl von Grundstückstransaktionen nicht herauszulesen, etwa zur Größe transaktionierter landwirtschaftlicher Grundstücke oder zu den Preisen, die sich allmählich den in der EU üblichen Preisen nähern. Laut Nationalem Statistikinstitut, INS, das allerdings immer etwas in der Aktualität nachhinkt, lag der Durchschnittspreis bei Transaktionen von einem Hektar landwirtschaftlich nutzbarer Grundstücke rumänienweit 2024 bei 43.280 Lei (rund 8656 Euro) – Angabe vom Dezember 2025. In Westrumänien, in der Banater Ebene und im Partium, lag der Durchschnittspreis mit 47.779 Lei (9556 Euro) deutlich darüber. Und dazwischen, allerdings mit großen Unterschieden, lagen die Preise im Banater Bergland.

Etwas mehr Details zu Transaktionen von agrarisch genutzten/nutzbaren Grund-stücken kann man bei den Landwirtschaftsdirektionen der Landeskreise erfahren, die sich mit ihren Aufgaben- und Tätigkeitsbereichen nach der Wende allmählich umorientiert haben, gegenüber der Zeitspanne bis 1989. Im Dezember hat die Landwirtschaftsdirektion Karasch-Severin auf ihrer Internetseite 49 Verkaufsangebote von Landwirtschaftsflächen veröffentlicht – allerdings nur für insge-samt rund 30 Hektar (genau 29,57 ha) – und für ebenfalls rund 30 Hektar (29,84 ha) Vorverkaufsgenehmigungen.

Die Vorverkaufsgenehmigungen für Rechtspersonen liefen laut Landwirtschaftsdirektion Karasch-Severin im Dezember 2025 für die Kommune Vărădia in der Orawitzaer Senke (5,51 Hektar, in zehn Parzellen, Durchschnittspreis 28,070 Lei/5614 Euro/ha), im selben Großraum, in Ciuchici (5,5 Hektar, zwölf Parzellen, zu 20,939 Lei/4188 Euro/ha), in Berliște (eine Parzelle von 1,31 Hektar, 21.793 Lei/4358 Euro/ha), Răcășdia (3,45 Hektar, drei Parzellen, 26,746 Lei/5349 EUR/ha), Moritzfeld/Măureni (4,55 ha, zwei Parzellen, 24.857 Lei/4971 EUR/ha) und in Grădinari/Cacova (eine Parzelle, 0,62 ha, 5.242 Lei/1.048 Eur/ha). Zur gleichen Zeit wurden in Neumoldowa, außerhalb des bebaubaren Areals der Stadt, zwei Grundstücke von insgesamt 3200 Quadratmetern für 48.697 Lei verkauft, was laut Landwirtschaftsdirektion Karasch-Severin einem Hektarpreis von 170.503 Lei/34.100 Euro entspricht.

Der eingangs erwähnte wirkliche Rekordpreis für das Banater Bergland, jener von Pojejena, wurde für eine als „Heuwiese“ registrierte Fläche bezahlt, die 177 Quadratmeter groß ist. Rekordverdächtig sind aber auch Grundstücksverkäufe aus der jüngsten Vergangenheit, so in Glimboca, im Bistra-Tal, wo ein 4100 Quadratmeter großes Grundstück in einer einzigen Parzelle, für 704.938 Lei/140.987 Euro den Besitzer wechselte, oder zwei Parzellen mit insgesamt 5100 Quadratmetern in der Gemeinde Ezeriș, die für 169.444 Lei/33.888 Euro den Besitzer wechselten, oder einem Verkauf in Obreja im Bistratal, wo für 7800 Quadratmeter in zwei Parzellen 94.464 Lei/18.893 Euro bezahlt wurden.

Nach wie vor liegen aber die üblichen Preisspannen für Grundstücksverkäufe im Banater Bergland, die außerhalb des bebaubaren/besiedelbaren Areals liegen, aktuell zwischen 1,427 Lei/285 Euro und 34.615 Lei/6923 Euro – mit der Bemerkung, dass es seit Langem keine großflächigen (und seit noch längerer Zeit keine kompakten großen) Grundstücke mehr gab, die im Banater Bergland zum Verkauf angeboten worden wären.