Karansebesch – Die Regionaldirektion Temeswar für Straßen und Brückenbau, DRDP, gibt bekannt, dass in den kommenden anderthalb Jahren die 12 Kilometer nördliche Umgehungsstraße von Karansebesch, zwischen Straßenkilometer 0+310 und 12+073, u.a. wegen Konsolidierungsmängeln, Mängeln im Unterbau und in der Führung der meteorischen Wässer, konsolidiert werden müssen.
Der in Temeswar unterzeichnete Vertrag mit dem Firmenkonsortium aus „Drumuri și Poduri Banat SRL“ & „Antrepriza de Construcți Drumuri și Autostrăzi SRL“ & „Evo Line Creation SRL“ beginnt am heutigen Dienstag anzulaufen. Die ersten vier Monate – bis am 4. Juli 2026 – sind den Entwurfs- und Planungsarbeiten vorbehalten. Darauf-hin erfolgt die Genehmigung des Baubeginns und die Bekanntgabe der Baugenehmigung. Dann die 14-monatige Bauzeit. Die Gesamtkosten des Vorhabens der „Konsolidierung der Umgehungsvariante von Karansebesch zwischen Straßenkilometer 0+310 und 12+073“ – so die offizielle Bezeichnung des Projekts – belaufen sich auf 42.777.002,63 Lei, die Mehrwertsteuer inclusive, was einem saftigen Kilometerpreis von 3.564.750,22 Lei entspricht. „Saftig“ auch, handelt es sich doch nicht um einen Straßenneubau, sondern eigentlich um dringend anstehende Reparaturarbeiten an einer Straße, die erst am 22. Dezember 2011 (also vor etwas über 14 Jahren, damals in Anwesenheit des Staatssekretärs im Transportministerium, des heutigen Finanzministers Alexandru Nazare) für den Verkehr freigegeben wurde. „Die finanziellen Mittel für diesen Bauvertrag werden aus dem Staatshaushalt gesichert“, heißt es seitens DRDP Temeswar.
Zum Vergleich: in Deutschland wird für den Neubau einer durchschnittlichen Zufahrtsstraße im Hügelland mit einem Preis zwischen 500 und 700 Euro pro Linearmeter, je nach Schwierigkeit des Geländes, gerechnet. In der Schwemmlandebene nördlich von Karansebesch gibt es zwar ein paar sanfte Hügel, aber Fachleute sprechen dort von keinem besonders „schwierigen Gelände“.
Grob gesehen beinhalten die anstehenden Arbeiten an den 12 Kilometern Umgehungsstraße von Karansebesch unter dem Titel „Konsolidierung“ eine Generalüberholung und zusätzliche Sicherung der Straßeninfrastruktur, eine Verbesserung der Ableitung von Regen- und Schmelzwasser sowie ein teilweises Ersetzen der vorhandenen und nicht mehr entsprechenden Vorrichtungen dazu, eine Erneuerung der Kreisverkehrsinseln an den Straßenkreuzungen, aber auch ins Skigebiet am Muntele Mic.




