Sathmar – Mit Fördermitteln in Höhe von mehr als 200 Millionen Lei unterstützt die Umweltfondsverwaltung (AFM) derzeit Investitionen im Kreis Sathmar/Satu Mare. Dies gab AFM-Präsident Florin B²-nic² am Donnerstag bei einem Arbeitsbesuch in Sathmar bekannt.
An dem Treffen nahmen unter anderem Präfekt Tamás Altfatter, der stellvertretende Präfekt Ioan Tibil, der Vorsitzende des Kreisrats, Csaba Pataki, Bürgermeister Gábor Kereskényi sowie Abgeordnete und weitere Kommunalpolitiker teil. Offiziell stand die Strategie für die soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung des Kreises auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt der Gespräche standen jedoch konkrete Investitionsvorhaben und künftige Finanzierungsmöglichkeiten.
Wie Florin Bănică erklärte, beläuft sich der Wert der bereits abgeschlossenen oder sich in Umsetzung befindlichen Programme im Kreis auf über 170 Millionen Lei. In Kürze sollen weitere 59 Millionen Lei hinzukommen. Damit übersteigt das Gesamtvolumen der von der AFM bereitgestellten Mittel die Marke von 200 Millionen Lei.
Der AFM-Präsident betonte, dass der Kreis Sathmar im landesweiten Vergleich besonders aktiv sei und mehr Fördergelder einwerben konnte als viele größere Kreise. Innerhalb des Kreisgebiets nimmt die Stadt Sathmar einen bedeutenden Anteil ein: Hier werden mit Unterstützung der AFM Investitionen im Umfang von über 21 Millionen Lei realisiert.
Zu den wichtigsten Projekten zählen die energetische Sanierung der Kindertagesstätte Nr. 11, die Modernisierung der Fechtanlage „Csipler Sándor“ sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung im südlichen Stadtgebiet.
Neben den bereits bewilligten Mitteln kündigte B²nic² auch grundlegende Änderungen bei der Fördervergabe an. Das bisherige Verfahren, bei dem oft die Schnelligkeit der Antragseinreichung über die Bewilligung entschied, sei nicht gerecht gewesen, kritisierte der AFM-Präsident.
Ab 2026 soll daher ein neues Bewertungssystem eingeführt werden. In den Jahren 2026 und 2027 sollen Projekte nach klar definierten Förderkriterien und einem Punktesystem beurteilt werden – nicht mehr nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.
Darüber hinaus verwies der AFM-Präsident auf eine bedeutende Entscheidung auf nationaler Ebene: Die Institution habe die Finanzierung mehrerer im Rahmen des Nationalen Plans für Wiederaufbau und Re-silienz (PNRR) gestarteter Umweltprojekte übernommen. Dabei handelt es sich um Investitionen im Gesamtwert von rund einer Milliarde Euro, die sich bereits in Umsetzung befanden, jedoch aufgrund finanzieller Engpässe gefährdet waren.
Zu den betroffenen Projekten zählen unter anderem der Ausbau und die Modernisierung von Wasser- und Abwassernetzen, der Bau freiwilliger Wertstoffhöfe sowie neue Recyclinganlagen. Laut Bănică handelt es sich um „lebenswichtige“ Vorhaben, deren Stillstand erhebliche Probleme verursacht hätte.
Mit der Übernahme der Finanzierung habe die AFM sichergestellt, dass diese Entwicklungen fortgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden können – sowohl im Kreis Sathmar als auch landesweit.




