Vorzeigenswerte Jahresbilanz

Der Reschitzaer Bürgermeister Ioan Popa skizzierte eine Leistungsbilanz der Stadt 2025

Pittner-Schule | Foto: Stadt Reschitza

Reschitza – „Zum Jahresende steht es jedem Bürgermeister gut an, wenn er vor seine Mitbürger tritt und kurz in Erinnerung ruft, was die Stadt, für deren Schicksal er zeitweilig die Verantwortung übernommen hat, im abgelaufenen Jahr geleistet hat“, sagte Ion Popa in der Neujahrsnacht, die er, wie immer, seit er Bürgermeister ist, unter seinen Reschitzaern am Hauptplatz verbrachte. Popa wies auf die Höhe und Tragweite der Investitionen hin, deren Finanzierung die Stadtverwaltung ins Trockene bringen konnte.

„Für meine Jahresbilanz brauche ich nicht allzu viele Worte“, sagte er, „ich lasse lieber Zahlen sprechen. Wir haben 27 größere Investmentprojekte angegangen bzw. abgeschlossen, die meisten mit einer längeren Vorlaufzeit. Insgesamt wurden und werden gegenwärtig in Reschitza 54 Millionen Euro investiert. Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass bei einigen unserer Investmentprojekte allerhand Schwierigkeiten aufgetreten sind bzw. überwunden werden mussten. Vor allem in deren Umsetzungsphase. Andrerseits hatten wir auch Projekte, die sehr glatt abgewickelt werden konnten, ohne nennenswerte Probleme.

Eines der Paradeprojekte ist das Restaurierungsvorhaben der „Pittner-Schule“, aus der wir ein architektonisch-optisch vorzeigbares und sozial integrierendes Kulturzentrum gemacht haben. Infrastrukturmäßig haben wir auch Bauphase I und II der Alternativstraße zu den Hauptboulevards von Reschitza, durch die ehemaligen Industriebrachen von Mociur und des Rangierbahnhofs der Werksbahnen, fertiggestellt, wodurch jetzt eine spürbare Verkehrsentlastung in den Stadtvierteln im Mittelteil von Reschitza gewährleistet wird, doch sicher auch weniger Umweltbelastung durch Abgase. Weiter ausgebaut wurde der Gewerbepark im Țerova-Tal und die Industriebrache Mociur, die sich zunehmend integriert in das neue Reschitza, wie wir es sehen. Nicht zuletzt haben wir die Immobilien für den Vorschul-Unterricht und die Kleinkinderbetreuung weiter- und fertiggebaut.“

Es handelt sich um zwei Kindergärten und einen Ganztagskindergarten. Bürgermeister Popa nutzte aber auch diesmal die Gelegenheit zur Aufforderung an die Leitungen der Schulen in Reschitza – in seinem Mandat sind sämtliche Schulen der Stadt wärmegedämmt und deren Einrichtungen vollkommen ersetzt worden –, viel sorgfältiger umzugehen mit den von der Stadt auf Vordermann gebrachten Unterrichtseinheiten – und über das Dienstpersonal der Schulen sämtliche kleine Eingriffe selber (aber auch immer zeitgerecht) vorzunehmen, nicht dauernd auf die Leute der Stadt zu warten, wenn etwas ins Lot zu bringen ist. Er gab auch Beispiele dafür, wie es nicht geschehen sollte – etwa bei der Sporthalle der Schule für Musik und bildende Kunst, wo die Dachrinnen so lange nicht gesäubert wurden, bis jetzt neue angeschafft werden müssen.

„Wir fahren fort mit der Wärmedämmung der Turmblocks im Neubauviertel Govândari“, fuhr Popa fort, „aber auch mit dem Bau von Sozialwohnungen, entweder durch den Umbau ehemaliger Jugendwohnblocks (von denen Reschitza eine Menge hat), oder durch Neubau.

Parallel zu alledem haben wir neue Finanzierungen akquirieren können, für 23 Vorhaben, deren Planung wir beizeiten abgeschlossen haben: Es handelt sich um insgesamt 193.697.410 Euro, die zum Teil schon zur Umsetzung unserer Pläne im Einsatz sind. Damit werden drei der vier Mikrorayons des Neubauviertels komplett erneuert, der Photovoltaikpark eingerichtet, die neue Umgehungsstraße der Stadt (weiter) gebaut sowie der Umbau der Seilbahn zum Eventzentrum und die Herrichtung des rechten Bersauufers zur Stadtpromenade längs der ganzen Stadt finanziert. Auch einige der Turmblocks im Verwaltungszentrum sind noch mit diesen Geldern thermisch fitzumachen.“

Nicht zuletzt seien die Finanzierungsansuchen für 2026 als Dokumentationen soweit fertig, dass nur noch der Beginn der Ausschreibungen abgewartet wird. Insgesamt 60.311.974 Euro seien zu deren Umsetzung nötig. Nichts von alldem wäre ohne das eingeübte Team des Rathauses möglich, das Popa seit Amtsübernahme eigens für die Ausarbeitung von EU-finanzierungstauglichen Projekten und zur Akquirierung von EU-Finanzierungen zusammengestellt hat: „Ich muss jedes Mal, wenn ich eine Leistungsbilanz mache, diesem Team danken“, sagte er. „Trotz des schwierigen Jahres 2025, trotz aller Krisen – dieses Team arbeitet koordiniert und bereitet für die Reschitzaer laufend Nutzbringendes vor. Nicht zuletzt danke ich allen Reschitzaern für das Vertrauen, das sie uns konstant entgegenbringen.“