Reschitza – Die EU-Zahlstelle APIA (das rumänische Kürzel für: „Agentur für Zahlungen und Eingriffe in der Landwirtschaft“) hat die Saison 2026 der Bewerbungen für EU-Unterstützungszahlungen für Landwirte eröffnet. Die Dokumentationen zu diesem Zweck können bis am 5. Juni eingegeben werden. Laut dem seit vielen Jahren im Amt befindlichen Geschäftsführer von APIA Karasch-Severin, Dumitru Stepanescu, werden 2026 in etwa die gleiche Zahl Ansuchen erwartet wie 2025, „bei leichtem Rückgang“. Denn seit rund einem Jahrzehnt ist die EU-geförderte landwirtschaftliche Fläche des Banater Berglands (da gebirgig, kein ausgesprochen für Landwirtschaft geeignetes Gebiet) in etwa die gleiche geblieben, allerdings sinkt die Zahl der Landwirte – nicht massiv, aber stetig – durch Verkäufe, Verpachten und Zusammenlegen von Flächen.
Dumitru Stepanescu: „Zu Beginn des Einreichungszeitraums der Dokumentationen für die EU-Förderung gehen wir von einer einzigen Sicherheit aus: wir rechnen in etwa mit der gleichen Zahl Förderungsansuchen wie 2025, also maximal um die 17.500. Das heißt auch: wir verfügen über keinerlei Anzeichen der Umkehrung des Trends, den wir seit fast einem Jahrzehnt feststellen – die Zahl der Landwirte verringert sich. Hingegen bleibt die per EU-Subventionen geförderte Fläche nahezu die Gleiche: um die knapp 170.000 Hektar.“
Laut APIA haben vor allem die älteren Landwirte die Tendenz, ihr Feld zu verkaufen oder zu verpachten. Zudem: immer weniger Landwirte betreiben Landwirtschaft aus Liebe oder Anhänglichkeit zum ererbten Grund und Boden, wie man das aus der rumänischen Literatur der Zwischenkriegszeit kennt – hingegen steige die Zahl der „streng profitorientierten Landwirte“. Deswegen bewege sich die effektiv landwirtschaftlich bearbeitete Fläche des Banater Berglands – aufgrund der Erkenntnisse der Feldbegehungen der APIA-Leute, aber auch von Satellitenbildern, die man parallel heranziehe, zum Vergleich – irgendwo zwischen 166.000 und 167.000 Hektar.
In diesem Jahr erreichen die direkten Flächen-„Prämien“ seitens der EU im Banater Bergland rund 38 Millionen Euro. Dumitru Stepanescu: „Vor sechs-sieben Jahren, in den Zeiten vor der Covid-Pandemie, hatten wir ein Zahlungsvolumen zu bewältigen, das die 40-Millionen-Euro-Grenze überschritt. Es gibt aber auch, außer der und zusätzlich zur Flächenprämie, weitere Unterstützungsformen seitens der EU, an die appelliert werden kann. Es geht um die Förderung der ökologischen Landwirtschaft, um Agro-Umwelt-Prämien, um die Förderung benachteiligter Bergregionen, um sonstige Benachteiligtenförderung. Der Raum um die ehemalige Uranfördergegend Ciudanovița bei Orawitza ist beispielsweise berechtigt, besondere Förderungen wegen geschädigter Agro-Umwelt zu fordern.
Nach gegenwärtigem Stand beginnen die Vorschusszahlungen seitens der EU-Zahlstelle(n) für das Jahr 2026 im Oktober.
Anfang April werden die Gesuche jener Landwirte honoriert, die APIA vorliegen und die Absicht der Landwirte untermauern, Bankanleihen oder Vorschusszahlungen aufzunehmen, teilt Stepanescu gleichzeitig über die Medien mit. Interessenten werden aufgefordert, sich mit den entsprechenden Gesuchen an APIA zu beeilen und, nicht wie in anderen Jahren. zum festgesetzten Termin sich zu drängeln und Schlangen zu bilden. Interessenten mögen sich beizeiten ihre benötigten Dokumente zurechtlegen. Vor allem vom Landwirtschaftsregister, eines der wichtigsten Dokumente für den Bankenverkehr. Diese müssen alljährlich vom zuständigen Rathaus aktualisiert werden.




