Temeswar – Der ungarische Regisseur Zoltán Fábri wird Ende Mai in Temeswar/Timișoara mit einer besonderen Filmretrospektive geehrt. Unter dem Titel „Schuldige Gewissen“ werden vom 22. bis 24. Mai im Studio-Kino drei restaurierte Meisterwerke des Regisseurs aus dem Archiv der ungarischen Filmarchive gezeigt. Die Retrospektive ist Teil der monatlichen Filmreihe Ceau, Cineclub! und zugleich eine Auftaktveranstaltung zur 13. Ausgabe des Festivals „Ceau, Cinema!“.
Zoltán Fábri (1917–1994) zählt zu den wichtigsten Persönlichkeiten des ungarischen Kinos. Neben seiner Tätigkeit als Filmregisseur arbeitete er auch als Theaterregisseur, Schauspieler, Bühnenbildner, Drehbuchautor und Hochschullehrer. Viele seiner insgesamt 21 Filme wurden bei internationalen Festivals ausgezeichnet oder für den Oscar nominiert.
Die in Temeswar gezeigten Filme thematisieren moralische Schuld, politische Manipulation und die dunklen Kapitel der ungarischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Laut dem künstlerischen Leiter von „Ceau, Cineclub!“, Ionuț Mareș, seien es „mutige antitotalitäre Werke“, deren antifaschistische Botschaften auch heute aktuell blieben. Auch Kósa András László, Direktor des Liszt-Instituts in Bukarest, betonte die Bedeutung der Retrospektive als aktive Wiederbegegnung mit Klassikern des ungarischen Films. Die restaurierten Versionen ermöglichten es, die Werke einem heutigen Publikum neu zugänglich zu machen.
Die Retrospektive wird nach Temeswar auch in Klausenburg/Cluj-Napoca und in Bukarest gezeigt. Weitere Informationen sowie das Programm sind auf den Seiten von „Ceau, Cinema!“ und „Cinema Studio“ verfügbar.





