Die Herrschaftsperiode des Königs (oder schon Diktator?) Trump ist der günstigste Zeitpunkt für Putins Test des NATO-Bündnisses: ein, rein zufälliger, Angriff auf einen NATO-Mitgliedsstaat.
Aussuchen, das steht fest, wird er den Unentschlossensten, Labilsten, Verwundbarsten, militärisch schlechtest Vorbereiteten (ab den obersten Offiziersriegen... man denke nur an den Vier-Sterne-General i.R. und Ex-Premierminister von Johannis‘ Gnaden I. N. Ciuc?) und politisch Zerrissensten, mit einer starken pro-russischen politischen Strömung.
Der Zeitpunkt? Irgendwann, solange noch der goldverrückte Wetterhahn im Weißen Haus sitzt. Günstig ist dieser Zeitpunkt geostrategisch: die endlich hinsichtlich Putin-Russland aufgewachten und brutal ernüchterten Staaten Europas beginnen erst jetzt aufzurüsten (mit der Perspektive der Heeresvergrößerungen und -neuausrüstungen ab 2027/28...), die Lage an der Ukrainefront ist den Russen relativ günstig (während die Ukrainer Kriegsmüdigkeit signalisieren), die Lage in Russland ist traditionell ruhig(gehalten – der immer noch im Innersten jedes Russen überlebende mittelalterlich-orthodoxe Muschik ist im Ducken unter der Knute geübt, weil das Hinnehmen des Gegebenen zu seinem religiösen Selbstverständnis gehört), die neue internationale Diplomatie (vor allem Brüssel und seine Hauptstützstaaten) zeigt Muskeln bloß als Bodybuilding, die neuen nuklearen (Be-)Drohungen wirken trotz ihrer öffentlichen Verharmlosung in den Hinterköpfen nach und der Erdball wird emsig neugeordnet in Gegnerschaften. Um Russland schart sich – deklarativ oder nicht, direkt oder indirekt – ein neues Lager.
Hinzu kommt die befremdliche Toleranz, die Bewunderung und das kindisch-unbegrenzte Verständnis des nur im Falle seiner Interessen harten Dealers Trump für Giftzwerg Putin aus Moskau, der ihn vorführt, wie´s ihm passt. Nach allem, was wir bisher in den Trump-Wirbelmonaten mit ansehen mussten, kann man bloß davon ausgehen, dass eine Angriffsentscheidung des Skorpiongezüchts aus Moskau auf einen schwächewackligen NATO-Staat eine weiche, überaus tolerante Reaktion des fremdbestimmten Möchtegerndiktators aus dem Weißen Haus hervorriefe und dass dieser umgehend und kalt dem Angegriffenen selber die Schuld daran zuschieben würde. Ganz wie in der Causa Ukraine...
Putin hat also Zeit für seine Nagelprobe. Bis am ersten Dienstag im November 2028. Volle drei Jahre. Unschwer zu erraten ist, welches jenes verwundbarste NATO-Mitglied ist, gegen das Putin seine Horden losschicken könnte. Zumal Moldau, russendurchwachsen, zwischen Rumänien und Russland keine echte militärische Hürde darstellt.
Polen ist fortgeschritten auf dem Weg zur Supermacht an der Ostflanke der NATO. Finnland ist für die Russen ein alter Angstgegner. Ungarn ist dank Diktator Orbán ein Puszipajtás der Russen, vergleichbar den Slowaken (...im Banat als eine Art Dealer Osteuropas bekannt), Tschechien hat jetzt eine pro-russische Führung, die sich wohl „arrangieren“ wird. Die Türkei ist ein zu harter Brocken. Bulgarien fällt durchs Sieb. Wegen deren Hartschädeligkeit im Territorialdisput mit Russenfreund Serbien. Und sonstigen alten Balkan- oder Pulverfass-Problemen. Um die Staaten des zum NATO-Teich gewordenen Baltikums haben sich NATO-Flottenteile (Briten, Norweger, Schweden, Finnen, Dänen, Deutsche, Polen) und eine Brigade Deutschlands in Litauen geschart...
Rumänien, nach dem Teil-Abzug der Amerikaner? Dem Land bleiben maximal drei Jahre, um reell verteidigungs- und militärtechnisch abwehrfähig zu werden. Aber wer soll das in die Wege leiten. Wer es umsetzen und anführen? Hohe Militärs? Der Präsident? Ein sonderbevollmächtigter Premierminister? Wer stellt ein schlagkräftiges Heer auf? Woher gute Ausbildungs-Unteroffiziere? Die operative und strategische Führung – woher die?
Der Countdown läuft...





