Eine russische Drohne trifft ein mit Flüssiggas beladenes Schiff an der Donaumündung. Die Explosionsgefahr führte zur Evakuierung mehrerer hundert Menschen. Ein zweijähriges Mädchen stirbt während einer Vollnarkose in einer Zahnarztklinik. Danach stellt das Gesundheitsministerium fest, dass (wie so oft in Rumänien) gültige Zulassungen fehlten.
Die Wahlkampagne für das Generalbürgermeisteramt in Bukarest stellt die Regierungskoalition unter Druck. Versprochene, notwendige und erwartete Reformen bleiben weiterhin auf Eis. Die Rentenreform im Justizapparat tritt immer noch im Paradeschritt auf der Stelle. Präsident Dan redet von einer „Flexibilität der Europäischen Kommission“, was den Umsetzungstermin der versprochenen Reformen betrifft. Es stehen ja nur 231 Millionen Euro auf dem Spiel. Bildungsminister Daniel David ermutigt Lehrer, Eltern und Kinder, andere Lehrer anzuzeigen, die Verschwörungstheorien verbreiten. Ein Jeder-gegen-jeden-System, das an vergangene Zeiten erinnert.
Währenddessen auf Plattformen, auf denen sehr wahrscheinlich der größte Teil der Leserschaft der ADZ nicht verkehrt, es um wahrhaftig wichtige Themen geht. Themen, die es nicht in die Schlagzeilen schaffen, aber für die Wählerschaft nationalistischer Bewegungen anscheinend von zentraler Bedeutung sind.
1. Das Einführen von arabischen Ziffern im Schulunterricht. Aus von Bildung triefenden Kommentaren erfahren wir, dass dieses nur der Migrantenpolitik der EU zu verdanken ist. Die Araber gewinnen die Überhand und gehen nun gegen die traditionelle europäische Kultur vor. Ein massiver Angriff auf das Christentum in Europa. Besonders das rechtgläubige Christentum dakischen Ursprungs scheint ins Visier genommen worden zu sein. Natürlich steckt die weltumfassende Soros-Konspiration dahinter. Man muss die Reihen schließen. Man muss als einheitliche Front die traditionellen Werte der rumänischen Kultur verteidigen. Wollen wir als Nation und Kultur bestehen und das heldenhafte Erbe unserer Vorfahren weitergeben, müssen, dürfen und sollen wir als Volk nicht mehr nach der Pfeife der EU tanzen. Die Frage, die anscheinend offen bleibt (auch für mehrere „Kommentatoren“): Was passt an den bisher benutzten traditionellen Ziffern nicht mehr?
2. Da C˛lin Georgescu als wahrhaftige Bedrohung erkannt wurde, wurden mehrere Giftattentate auf seine Person ausgeübt. Von Personen, die Zugang zu Informationen haben, die der Welt von den Globalisten vorenthalten werden, und ihr Dasein der Zerstörung des Untergrundstaates gewidmet haben, erfahren wir: Bei mehreren Restaurantbesuchen wurde dem Licht der Welt, dem Leuchtturm in der uns immer stärker umgebenden Nacht, Georgescu, Natriumchlorid ins Essen gemischt. Es ist allgemein bekannt, wie schädlich dieses Gemisch aus einem Metallion und einem Halogenion für die menschliche Gesundheit sein kann. Die angeklagte Vorgehensweise erinnert eher an vom „östlichen Bruder“ angewandte Methoden. Denkt man aber die Anti-Georgescu-Konspiration weiter, muss man über derer Ausmaß staunen: Es ist kaum denkbar, aber möglich, dass sogar seine eigene Gattin Teil der Verschwörung war und ist. Soweit sie für ihn gekocht hat, ist nicht auszuschließen, dass sie ihm Natriumchlorid ins Essen gemischt hat.
3. Anscheinend droht uns die Gleichberechtigung von heterosexuellen Personen. Daran sind die Sexo-Marxisten schuld. Diese Teufelsbrut, die sich die Zerstörung der traditionellen rumänischen christlichen Familie auf die Fahne geschrieben hat. Es muss bemerkt werden, dass eine gewisse Toleranz vorhanden ist: Es interessiert niemanden, was die Personen in ihrem Schlafzimmer so treiben, aber ihre krankhafte Daseinsweise sollten sie gefälligst nicht in der Öffentlichkeit zur Schau stellen.
Und währenddessen bemerkte niemand, dass aus lauter Verzweiflung Athena, die Weisheitsgöttin, Selbstmord begangen hatte.





