Bukarest (ADZ) - Die rumänische Zentralbank (BNR) hat am Dienstag die Geldpolitik weiter beibehalten und angekündigt, dass im Rahmen steigender Treibstoffpreise die Inflation höher als bisher erwartet ausfallen werde. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, den Leitzins bei 6,5 Prozent zu belassen, Zinssätze für Übernachtkredite bzw. Tagesgeld (zu denen Banken kurzfristig bei der Notenbank Geld leihen bzw. anlegen können) bleiben bei 7,5 bzw. 5,5 Prozent.
Die Zentralbank notiert, dass die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in den ersten beiden Monaten dieses Jahres auf hohem Niveau leicht zurückgegangen ist. Außerdem wird für das erste Quartal des laufenden Jahres unter weiter gedämpfter gesamtwirtschaftlicher Nachfrage nur eine leichte Konjunkturverbesserung zum Vorquartal sowie ein erneuter Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich erwartet.
Für die Monate März bis Juni geht die BNR von einer steigenden jährlichen Inflationsrate aus. Ursache sind laut Pressemitteilung höhere Treibstoff-, Öl- und Erdgaspreise im Rahmen des Krieges im Nahen Osten. Dieser wird auch als hauptsächlicher Risikofaktor für die mittelfristige Inflations- und Wirtschaftsentwicklung genannt. Als Gegengewicht zu konfliktbezogenen Risiken sowie zur restriktiven Fiskalpolitik der Regierung mahnt die Zentralbank eine möglichst umfangreiche Abrufung und Verwendung von EU-Geldern an.





