Börse in Bukarest startet kraftvoll ins neue Jahr

Da hat das Handelsjahr kaum begonnen und schon weisen die ersten Emittenten neue Allzeithochs auf. Dabei ist es kaum verwunderlich, dass es sich dabei um Emittenten aus dem Energiesektor handelt. Zum einen rumort es gerade international in diesem Bereich, zum anderen stehen Energiewerte meist im Winter im Fokus wegen der Nachfrage und der Perspektiven für das neue Jahr. In diesem Kontext registrierten der Stromerzeuger Societatea Energetică Electrica S.A. (EL, 28,85 Lei, ISIN ROELECACNOR5), der AKW-Betreiber S.N. Nuclearelectrica S.A. (SNN, 61,7 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) und der Erdgasversorger S.N.T.G.N. Transgaz S.A. (TGN, 71,2 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) neue 52-Wochen-Hochs in der ersten Handelswoche dieses Jahres. S.P.E.E.H. Hidroelectrica S.A. (H2O, 124,5 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6), S.N.G.N. Romgaz S.A. (SNG, 10,86 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) und OMV Petrom S.A. (SNP, 1,03 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) notierten am Freitagabend jeweils bei oder nur 1 Prozent unter ihren aktuellen Allzeithochs. Somit waren sechs der acht an der Börse gehandelten Energie-Emittenten gerade hoch im Kurs. Daher verwundert es auch nicht, dass der Energiewerte-Index BET-NG mit plus 5,5 Prozent der Gewinner der Woche ist. 

Indizes schon auf Rekordstand

Insgesamt startete der rumänische Aktienmarkt kraftvoll verspätet ins neue Jahr. Bedingt durch Feier- und Brückentage währte die erste Handelswoche nur drei Tage. In diesen Tagen aber legten die wichtigsten Indizes im Durchschnitt 4,7 Prozent zu und erreichten prompt auch neue Rekordstände. Der Hauptindex BET stieg um 5,3 Prozent und schloss bei 25.730,88 Punkten. Der BETPlus legte 5,1 Prozent zu und schloss bei 3734,52 Punkten. Der ROTX legte 5,27 Prozent zu und schloss bei 57.947,31 Zählern und der Energiewerte-Index schloss am Freitagabend bei 1893,28 Punkten. Schlusslicht war der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Wochenplus von nur 2,2 Prozent.

Umsätze ziehen an

Auch umsatzmäßig drehte der Handel auf, vor allem nach den beiden Feiertagen am vergangenen Dienstag und Mittwoch. Da lag der Tagesumsatz in den verbliebenen zwei Handelstagen jeweils über 100 Millionen Lei. Im Durchschnitt wurden in der ersten Handelswoche 95,12 Millionen Lei mit Aktien umgesetzt, insgesamt 285,36 Millionen Lei. Größter Umsatzbringer war dabei wieder die Bank Transilvania (TLV, 32,1 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit einem Anteil von knapp 30 Prozent am Gesamtumsatz und einem Wochenumsatz von 83,8 Millionen Lei. Zweiter war der Treibstoffkonzern OMV Petrom S.A. mit einem Volumen von 42,9 Millionen Lei und einem Anteil von 15 Prozent. Romgaz schaffte es auf Platz drei mit 21,6 Millionen Lei, was 7,6 Prozent entspricht. Letzterer meldete den Abschluss von Verkaufsverträgen für Erdgas über insgesamt fast 147 Millionen Lei mit Engie und E.ON, für Lieferungen ab Ende 2026.

Zahlreiche Emittenten mit Kursgewinnen

Die gute Performance in der ersten Woche spiegelte sich auch in der Marktkapitalisierung wider. Der ohnehin rekordwürdige Durchschnittswert von 518,9 Milliarden Lei der letzten Dezemberwoche 2025 stieg auf 538,8 Milliarden Lei in der ersten Handelswoche 2026. Am vergangenen Freitag lag er sogar über 542 Milliarden Lei. Nur 18 Emittenten verzeichneten in der ersten Handelswoche des Jahres Kursrückgänge. Zwei Emittenten aus der Baubranche – das Bauunternehmen Societatea De Construcții Napoca SA (NAPO, 2,7 Lei, ISIN RONAPOACNOR0) und der Hersteller von Betonfertigteilen Prebet SA Aiud (PREB, 1,86 Lei, ISIN ROPREBACNOR0) – verloren dabei im zweistelligen Prozentbereich. Umgekehrt registrierten 54 Emittenten steigende Kurse. Hier verbuchten der Messgerätehersteller Electromagnetica SA (ELMA, 0,278 Lei, ISIN ROELMAACNOR2), der Flugzeugbauer IAR SA Brasov (IARV, 17,3 Lei, ISIN ROIARVACNOR1), die Stromversorger Premier Energy Plc (PE, 32,9 Lei, CY0200900914) und S.N. Nuclearelectrica S.A. sowie der Maschinenbauer UAMT S.A. (UAM, 0,545 Lei, ISIN ROUAMTACNOR1) zweistellige Wochenzuwächse. Gewinner der Woche war dabei UAMT S.A. mit plus 20,57 Prozent auf Wochensicht.

Devisen

Der Devisenhandel startete mit gemischten Gefühlen ins neue Jahr. Der Euro verlor in den ersten Handelstagen des Jahres 0,0098 Lei oder 0,1922 Prozent. Die europäische Einheitswährung, die seit dem ersten Januar auch im Nachbarland Bulgarien offizielles Zahlungsmittel geworden ist, wurde somit unter die 5,09-Lei-Marke gedrückt. Der US-Dollar hingegen legte kräftig zu. Das Plus von 0,0467 Lei, beziehungsweise 1,0801 Prozent brachte die nord-amerikanische Leitwährung näher an die 4,4-Lei-Grenze. Am gestrigen Montag gingen der Euro bei 5,0887 Lei und der US-Dollar bei 4,3702 Lei in den Handel. 


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