Luxemburg/Bukarest (ADZ) - In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres waren Haushalte in Rumänien von Stromkosten bei Weitem am stärksten belastet. Entsprechend am Dienstag vom europäischen Statistikamt Eurostat vorgestellten Daten kosteten in Rumänien 100 Kilowattstunden (kWh) Strom in Kaufkraftstandards (KKS) ausgedrückt 49,52 KKS – rund 30 Prozent mehr als in den nächstteuersten Ländern, Tschechien (38,65) und Polen (37,15). Die niedrigsten KKS-Preise wurden in Malta (14,09), Ungarn (15,10) und Finnland (18,77) festgestellt.
Bei KKS (Englisch PPS – purchasing power standard) handelt es sich um eine künstliche Währungseinheit, die für Vergleichszwecke Kaufkraft- und Währungsunterschiede zwischen den europäischen Ländern ausgleicht.
Haushalte in Bulgarien (22,08 KKS pro 100 kWh), der Slowakei (23,11) oder in den baltischen Staaten (25,02 bis 31,82) waren ebenfalls deutlich weniger als in Rumänien von Stromrechnungen belastet.
In Rumänien hohe Preissteigerung in zweiter Jahreshälfte
In Euro ausgedrückt wurden in der zweiten Hälfte 2025 in Irland (40,42 Euro pro 100 kWh), Deutschland (38,69 Euro) und Belgien (34,99 Euro) die höchsten Preise verzeichnet, die niedrigsten in Ungarn (10,82 Euro), Malta (12,82 Euro) und Bulgarien (13,55 Euro). Laut Eurostat blieben im EU-Schnitt die Strompreise bei 28,96 Euro pro 100 kWh relativ stabil, jedoch mit zum Teil deutlich unterschiedlichen Entwicklungen. In Rumänien stiegen die Stromkosten gegenüber der ersten Jahreshälfte um rund 50 Prozent auf 28,9 Euro pro 100 kWh sowie um 58,6 Prozent gegenüber der zweiten Hälfte 2024. Im Vorjahresvergleich gab es die nächsthöchsten Teuerungen in Österreich (+34,3%) und Irland (+32,7%), spürbar verbilligt hat sich der Strom in Zypern (-14,7%), Frankreich (-12,5%) und Dänemark (-11,9%).





