Verband: Gaspreis könnte im April um ein Drittel steigen

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Bukarest (ADZ) - Laut dem Energieverband AEI (Aociația Energie Inteligentă) könnte der Gaspreis bei Aufhebung des Preisdeckels im Frühjahr um bis zu 32 Prozent steigen. Entsprechend einem am Montag veröffentlichten Bericht wird zurzeit an der Warenbörse Gas für das zweite und dritte Quartal dieses Jahres zu Preisen gehandelt, welche zwischen 3 und 32 Prozent über dem gedeckelten Preis für Haushaltsverbraucher liegt. Rechenbeispiele des Verbands zeigen, dass für eine Zweizimmerwohnung die jährlichen Kosten für Erdgas von 4650 Lei auf 6150 Lei, für ein Haus von 9300 Lei auf 12.300 Lei steigen könnten. 

AEI zufolge würden Gaszulieferer versuchen, Gewinnmargen zu erhöhen, auch um mögliche Risiken – Volatilität am Markt, Cashflow-Probleme, Eingriffe, Deckelungen oder nicht ausgezahlte Subventionen – einzupreisen. Ein besser vorbereiteter Verzicht auf den Preisdeckel für Haushalte – der zum 1. April 2026 aufgehoben werden soll – hätte zu „korrekten Preisen in Rumänien“ geführt, welche niedriger als der gedeckelte Preis liegen müssten, so der Verband. 

Vergangenen Juli ist nach Aufhebung des Preisdeckels für elektrische Energie laut dem Nationalen Statistikamt (INS) der Strompreis für Haushalte innerhalb eines Monats sprunghaft um 60 Prozent gestiegen; dies hat auch die jährliche Inflation um rund zwei Prozentpunkte bis auf 7,8 Prozent steigen lassen. Im INS-Warenkorb ist die Gewichtung von Erdgas niedriger, aber dennoch vergleichbar mit derjenigen von elektrischer Energie.