Der rumänische Aktienmarkt setzte seinen Aufwärtstrend, der er in der vorvergangenen Woche eingeschlagen hatte, fort. Zwar gab es im Durchschnitt nicht mehr so viel Plus, wie in der Vorwoche, statt 5,24 Prozent legten die wichtigsten Indizes nun im Durchschnitt nur noch 2,64 Prozent zu.
Indizes auf neuen Rekordständen
Die vergleichsweise schwächere Wochenperformance reichte dennoch aus für die meisten wichtigen Indizes, neue Rekordstände zu erreichen. Der Hauptindex BET feierte bereits am Montag vergangener Woche das Durchbrechen der 30.000-Punkte-Mauer. Auf Wochensicht gab es ein Plus von 2,6 Prozent, was den Index am Freitagabend bei 30.497,48 Punkten schließen ließ. Der BETPlus-Index folgte der Entwicklung mit einem Wochengewinn von 2,6 Prozent auf 4411,92 Punkten und damit einer deutlichen Konsolidierung jenseits der 4000-Punkte-Marke. Nicht ganz gereicht hat es für den ROTX, der – trotz zweitbester Wochenperformance mit plus 2,86 Prozent – nicht auch noch die 70.000-Punkte-Marke überschreiten konnte. Er schloss am Freitag knapp darunter bei 69.027,62 (ebenfalls ein neuer Rekordstand), nachdem er bereits zwei Schwellen bei 68.000 und 69.000 Punkten überschritten hatte. Ebenfalls zwei Schwellen überschritt auch der Finanzwerte-Index, der in der vergangenen Handelswoche nur 1,72 Prozent auf 104.551,39 Punkte zugelegt hat. Damit liegt er weiterhin deutlich hinter dem Rekordstand von 111.563,05 Punkten vom 20. Februar. Die beste Wochenperformance legte der Energiewerte-Index BET-NG hin mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 2306,21 Zähler – seinem neuen Rekordstand.
Umsätze steigen dank SNP
Die Aktienumsätze verdoppelten sich fast im Vergleich zur Vorwoche. 632,3 Millionen Lei wurden in der vergangenen Woche mit Aktien umgesetzt. Mit 240,5 Millionen Lei (38 Prozent) stand diesmal der Treibstoffkonzern OMV Petrom S.A. (SNP, 1,056 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) an der Spitze. Allein am vergangenen Mittwoch wurden 145,6 Millionen Lei mit SNP-Papieren umgesetzt: knapp 95 Millionen Lei in einem Sonderdeal, weitere fast 51 Millionen Lei in zahlreichen kleinen üblichen Transaktionen. Die Aktie legte auf Wochensicht 4,76 Prozent zu. Die Banca Transilvania S.A. (TLV, 38,54 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) folgte auf den zweiten Platz mit einem Wochenumsatz von nur 73,8 Millionen Lei (11,67 Prozent vom gesamten Wochenumsatz) und einem Anstieg von nur 0,9 Prozent – dafür aber mit neuem 52-Wochen-Hoch. Der Erdgaserzeuger S.N.G.N. Romgaz S.A. (SNG, 14,46 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) brachte es mit 40,3 Millionen Lei auf Platz 3. Die SNG-Aktie stieg um 2,55 Prozent. Auch Romgaz brachte es in der vergangenen Woche auf ein neues 52-Wochen-Hoch.
Die drei genannten Emittenten gehören mit ihren Wochengewinnen zu den 42 Emittenten, die in der vergangenen Woche Kurszuwächse registriert haben. Nur zwei Emittenten konnten mit Gewinnen in zweistelligem Prozentbereich aufwarten: Der Flugzeugbauer AEROSTAR S.A. (ARS, 12,5 Lei, ISIN ROAEROACNOR5) legte auf Wochensicht 13,6 Prozent zu, der Maschinenbauer Șantierul Naval Orșova S.A. (SNO, 16,3 Lei, ISIN ROSAUVACNOR4) dank gut gefüllter Auftragsbücher aus der Rüstungsbranche sogar 24,4 Prozent. Auf der Verliererseite standen in der vergangenen Woche 36 Emittenten. Hier war es nur der Spezialist für Elektroanlagen Electroaparataj S.A. (ELJ, 0,146 Lei, ISIN ROELJBACNOR6), der auf Wochensicht einen beachtlichen Verlust im zweistelligen Prozentbereich aufwies: minus 11,5 Prozent.
Neue Allzeithochs
Eine beachtliche Zahl an Emittenten feierte in der vergangenen Woche neue Allzeithochs, davon fünf Emittenten aus dem Premium-Marktsegment, die im BETPlus-Index abgebildet sind. Interessant, dass der Pharma-Erzeuger Biofarm S.A. (BIO, 1,44 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) und der Stromerzeuger Premier Energy Plc (PE, 56,4 Lei, ISIN CY0200900914) neue 52-Wochen-Höchststände erreichten und die Woche dennoch im Minus schlossen. Mit S.P.E.E.H. Hidroelectrica S.A. (H2O, 183,4 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6) und Romgaz und Premier Energy war die Energiebranche hier dreimal vertreten. Auch die Flugzeugbranche war mit IAR SA Brașov (IARV, 25,3 Lei, ISIN ROIARVACNOR1) und Aerostar gut vertreten.
Devisen
Euro und US-Dollar entwickelten sich unabhängig voneinander zum rumänischen Leu. Die europäische Einheitswährung wurde wieder etwas gedrückt, sodass der Leu noch etwas Boden gutmachen konnte. Er legte fast 0,03 Lei zu, das sind 0,5 Prozent weniger für den Euro. Nach dem Schrecken der vorvergangenen Woche (plus 1,8 Prozent) ist das eine leichte Entlastung. Der Euro notierte am gestrigen Montag immer noch hauchdünn über 5,2 Lei (5,2088 Lei). Der US-Dollar hingegen legte weiter zu, und zwar noch einmal halb so viel wie in der Woche zuvor: 0,6 Prozent. Damit steuerte die nordamerikanische Leitwährung auf die 4,5-Lei-Grenze zu. Gestern startete der US-Dollar bei 4,4801 Lei in die neue Handelswoche.
Die hier dargestellten Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Sie stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Keine der hier enthaltenen Informationen begründet in keinem Land und gegenüber keiner Person eine Aufforderung, ein Angebot oder eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Der Autor haftet nicht für Schäden aufgrund von Handlungen, die ausgehend von der Benutzung der hier dargestellten Mitteilungen entstehen können. Alle Werte entstammen der letzten vor Redaktionsschluss abgeschlossenen Handelssitzung.





