Bukarest (ADZ) - Die Kaufkraft des monatlichen Durchschnittslohns in Rumänien lag Ende 2025 4,5 Prozent niedriger als im Dezember 2024. Entsprechend einer am Donnerstag vom Nationalen Statistikamt (INS) veröffentlichten Mitteilung ist das nominelle Durchschnittseinkommen zwar um 4,8 Prozent auf 5914 Lei netto (etwa 1160 Euro) gestiegen, allerdings hat die hohe Inflationsrate den Anstieg mehr als aufgezehrt. Im Dezember lag der Durchschnittslohn außerdem 5,1 Prozent höher als im November 2025, jedoch ist der Wert im letzten Monat des Jahres von Bonus-Zahlungen im Rahmen der Feiertage beeinflusst.
Im Zuge der Sparmaßnahmen der Regierung sind die Löhne in der öffentlichen Verwaltung auch nominell gesunken, von durchschnittlich 7216 Lei Ende 2024 auf 6943 Lei im Dezember 2025, außerdem ist das Durchschnittseinkommen im Erziehungswesen um 167 Lei auf 5712 Lei monatlich gefallen und im Gesundheits- und Sozialhilfebereich im Jahresvergleich um lediglich 39 Lei auf 5389 Lei gestiegen. Besonders hohe Einkommen gab es in der Öl- und Gasförderung (durchschnittlich 13.012 Lei monatlich), im IT-Wesen (12.588 Lei) sowie in der Finanzbranche (11.935 Lei). Die niedrigsten Einkommen gab es im Hotel- und Restaurantgewerbe (3557 Lei) sowie in der Kleiderherstellung (3581 Lei).
In der Industrie insgesamt lag der Durchschnittslohn Ende 2025 mit 5789 Lei netto rund 400 Lei über dem Vorjahresniveau, in der Landwirtschaft bei 4660 Lei, im Bauwesen bei 5303 Lei, im Handelsbereich bei 5467 Lei und in der Transport- und Logistikbranche bei 6066 Lei (mit großen Unterschieden zwischen Luftfahrt – 10.224 Lei – sowie Post- und Kurierdiensten – 4090 Lei). Im Kulturbereich lag Ende des vergangenen Jahres das Durchschnittseinkommen mit 4698 Lei ebenfalls deutlich unter dem landesweiten Durchschnitt.





