Bukarest (ADZ) - Unter hoher Inflation und Sparmaßnahmen im Staatssektor sinkt die Kaufkraft in Rumänien weiter. Entsprechend Ende vergangener Woche vom Nationalen Statistikamt (INS) veröffentlichten Daten war im November 2025 der Durchschnittslohn in Rumänien unter Berücksichtigung der Inflation 5,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.
Nominell ist der Durchschnittslohn im Jahresvergleich um 4,2 Prozent auf 5615 Lei netto bzw. 9371 Lei brutto gestiegen. Die jährliche Inflationsrate im November 2025 lag bei 9,8 Prozent.
Im Jahresvergleich sind die Durchschnittseinkommen in der öffentilchen Verwaltung auch nominell gesunken, von 7125 Lei nach Steuern im November 2024 auf 6973 Lei im November vorigen Jahres. Im ebenfalls von Sparmaßnahmen der Regierung direkt betroffenen Erziehungswesen ist der Durchschnittlslohn von 6032 Lei auf 5861 Lei netto gesunken und im Gesundheits- und Sozialhilfebereich wurde ein Anstieg von 81 Lei auf 5373 Lei verzeichnet. Sonst sind eher Nischenbereiche von nominellen Lohnrückgängen betroffen, darunter Wasserverkehr, einige Sektoren in der Förderindustrie und die Produktion chemischer Produkte.
Im November 2025 wurden die niedrigsten Durchschnittseinkommen im Hotel- und Gastgewerbe (3403 Lei netto) sowie in der Kleiderherstellung (3468 Lei) und die höchsten im IT-Wesen (12.931 Lei) verzeichnet.





