Ganz unerwartet kam sie nicht, die kleine Korrektur an der Bukarester Börse. Die wichtigsten Indizes gingen auf Wochensicht im Durchschnitt um 0,47 Prozent zurück, wobei der Finanzwerte-Index sich erneut gegen den Trend entwickelte, den Aufwärtstrend seit Jahresbeginn aufrechterhielt und die Woche mit einem Plus von 630,63 Punkten oder 0,6 Prozent abschloss. Somit war er auch der einzige Börsenindex, der in der vergangenen Woche einen neuen Rekordstand erreichte: 101.852,75 Punkte. Der Hauptindex verlor indes 228,93 Punkte auf 27.146,15 Zähler (minus 0,84 Prozent), der BETPlus 34,04 Punkte auf 3937,24 Punkte (minus 0,86 Prozent). Der ROTX schloss die Handelswoche bei 61.202,32 Punkten nach einem Wochenverlust von 0,83 Prozent. Den niedrigsten Kursverlust verzeichnete der Energiewerte-Index BET-NG: minus 0,46 Prozent oder 9,35 Punkte auf 2006,38 Punkte.
Umsätze geben ebenfalls etwas nach
Auch bei den Umsätzen wurde ein leichter Rückgang verzeichnet. Mit Aktien wurden in der vergangenen Woche 510,5 Millionen Lei umgesetzt, im Vergleich zur Vorwoche waren das 103,5 Millionen Lei weniger. Der Gesamtumsatz lässt den Tagesdurchschnitt jenseits der 100-Millionen-Lei-Marke zu, tatsächlich wurde an zwei Handelstagen diese Marke nicht erreicht – dafür lag der Aktienumsatz an den übrigen Handelstagen über 100 Millionen. Erneut lag die Bank Transilvania S.A. (TLV, 32,6 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit einem Wochenumsatz von 104,9 Millionen Lei (20,6 Prozent vom Gesamtumsatz) an vorderster Stelle. Ihr folgte der Treibstoffkonzern OMV Petrom S.A. (SNP, 1,059 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit 91,4 Millionen Lei (17,9 Prozent) sowie die beiden Erdgas-Emittenten S.N.G.N. Romgaz S.A. (SNG, 11,6 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) und S.N.T.G.N. Transgaz S.A. (TGN, 79,4 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) mit 60,5 Millionen Lei (11,9 Prozent) beziehungsweise 37,6 Millionen Lei (7,4 Prozent). Der sonstige Umsatzbringer S.P.E.E.H. Hidroelectrica S.A. (H2O, 133 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6) landete diesmal erst auf Platz 5. Immerhin wies der größte Stromerzeuger des Landes mit plus 0,45 Prozent noch einen leichten Gewinn aus und erreichte so bei 133 Lei je Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch. Auch die übrigen hier genannten Emittenten bewegen sich sehr nahe ihrer Höchststände. Bis auf H2O- und SNG-Aktien verzeichneten sie aber Kursrückgänge in der vergangenen Woche.
Mehr Verlierer, aber höhere Gewinne
Und damit waren sie Teil einer Gruppe von 42 Emittenten, die ebenfalls Kursrückgänge verzeichneten. Nur ein Emittent hatte einen Kursverlust im zweistelligen Prozentbereich zu verkraften, das war der Erbauer von Elektroanlagen für die Erdölindustrie Compania Energopetrol S.A. (ENP, 0,7 Lei, ISIN ROENPCACNOR7), dessen Aktien auf Wochensicht 16,7 Prozent verloren. Immerhin 35 Emittenten konnten sich über Kursgewinne freuen, 27 von ihnen sogar in der zweiten Woche in Folge. Auf der Gewinnerseite freuten sich die Anleger von vier Emittenten über eine besonders gute Woche. Die Aktien des Elektroanlagen-Erzeugers Grupul Industrial Electrocontact S.A. (ECT, 0,053 Lei, ISIN ROELBOACNOR6) legten 10,4 Prozent zu, die des Maschinenbauers Mecanica Ceahlău (MECF, 0,0995 Lei, ISIN ROMECFACNOR0) 10,6 Prozent. Anleger des Bauunternehmens Societatea De Construcții Napoca SA (NAPO, 2,98 Lei, ISIN RONAPOACNOR0) freuten sich über plus 13,7 Prozent und die des Herstellers von Betonfertigteilen PREFAB SA (PREH, 2,66 Lei, ISIN ROPREHACNOR7) über 14,6 Prozent Wertzuwachs auf Wochensicht.
Trotz zweistelliger Zuwachsraten waren es aber nicht diese Emittenten, die in der vergangenen Woche neue 52-Wochen-Hochs erreichten. Hier stachen vor allem die Emittenten, die im Finanzwerte-Index abgebildet sind, vor. Drei der vier ehemaligen SIF-Investmentgesellschaften und der Fonds Proprietatea (FP, 0,679 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) verzeichneten in der vergangenen Woche neue 52-Wochen-Hochs. INFINITY CAPITAL INVESTMENTS S.A. (INFINITY, 4,04 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4) schaffte das sogar mit einem Kursrückgang von 2,65 Prozent auf Wochensicht. Was auf erstem Blick paradoxal erscheint, ist leicht zu erklären: Die Aktie startete kraftvoll in die vergangene Woche nach einem starken Freitag vorvergangener Woche, erreichte ihr neues 52-Wochen-Hoch am Dienstag und fiel am Tag darauf kräftiger. So ergab sich zwar ein Minus zum Freitag vorvergangener Woche, doch der neue Rekordkurs blieb stehen.
Devisen
Der Devisenmarkt gab in der vergangenen Woche ein uneinheitliches Bild ab. Während der Euro sich gegenüber dem Leu weiter verteuerte – und mit plus fast 0,1 Prozent auch etwas stärker als in der Woche zuvor – konnte sich die rumänische Währung gegenüber dem US-Dollar etwas aufwerten. Das Wochenplus für den Leu lag bei fast 1 Prozent, was ebenfalls eine stärkere Bewegung als sonst üblich war. Somit wurde der US-Dollar weiter in Richtung 4,3 Lei gedrückt, während der Euro sich wieder der 5,1-Lei-Marke näherte.
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