Am vergangenen Dienstag war es erst einmal Schluss mit dem Aufwärtstrend der vorvergangenen Woche. Sämtliche Indizes in Bukarest schlossen im Minus, allerdings war noch nicht der ganze Gewinn des Vortages damit aufgebraucht. Am Montag vergangener Woche legten die Indizes im Durchschnitt noch 0,4 Prozent zu, am Folgetag verloren sie 0,3 Prozent. Der Abwärtstrend verlangsamte sich auf minus 0,16 Prozent am Mittwoch, schnellte aber am Donnerstag auf 0,75 Prozent hoch. Am Freitag folgte dann wieder eine Entspannung, die meisten Indizes legten wieder zu. Auf Wochensicht blieb aber ein Minus von durchschnittlich 0,78 Prozent.
Der Hauptindex BET verlor über die Woche 176,08 Punkte (minus 0,62 Prozent) auf 28.036,31 Punkte. Der BETPlus entwickelte sich ähnlich: minus 25,06 Punkte (0,61 Prozent), Endstand 4060,06 Punkte. Der Finanzwerte-Index BET-FI ging auf Wochensicht um 0,99 (1014,53 Punkte) auf 100.481,52 Zähler zurück und unterschritt somit die 101.000-Punkte-Schwelle. Der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse betriebene ROTX-Index verlor 420,72 Punkte (minus 0,66 Prozent) und schloss am Freitagabend bei 63.151,45 Punkten, blieb aber somit jenseits der 63.000-Punkte-Marke. Der Energiewerte-Index BET-NG schließlich entfernte sich etwas von der 2100-Punkte-Marke wegen eines Wochenverlustes von 21,11 Punkten (minus ein Prozent auf Wochensicht). Der Index beendete die Woche bei einem Stand von 2075,20 Punkten.
SNP sorgt für hohe Aktienumsätze
Die Aktienumsätze zogen kräftig an im Vergleich zur Vorwoche. Insgesamt 872,4 Millionen Lei wurden mit Aktien umgesetzt, ein Plus von 249 Prozent zur Vorwoche. Allerdings ist der Grund dafür kein erfreulicher: Der Treibstoffkonzern OMV Petrom (SNP, 1 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) ist seit gestern nicht mehr im renommierten FTSE Russell Global All Cap Index abgebildet, aufgrund unzureichender Aktienumsätze. Das führte zum Ausstieg mehrerer institutioneller Anleger und somit zu Verkäufen, der Umsatz mit SNP-Aktien am Freitag betrug 341,38 Millionen Lei. Das stützte den Tagesumsatz von 433,45 Millionen Lei, was wiederum zum hohen Wochenumsatz führte. Die SNP-Aktie verlor übrigens am Freitag 0,99 Prozent und auf Wochensicht 2,9 Prozent. Der Wochenumsatz mit SNP-Aktien lag bei 426,2 Millionen Lei (Platz 1). Die Bank Transilvania (TLV, 35,7 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) brachte es auf 171,4 Millionen Lei; sie legte auf Wochensicht 1,88 Prozent zu. Damit gehöre sie zu den 20 Gewinnern der Woche. 57 Emittenten verbuchten Kursrückgänge.
Zu- und Abgänge am Hauptmarkt
Die Bukarester Börse ist seit dem 16. März um einen Emittenten reicher geworden. Der Immobilienvermieter Bucur SA (BUCV, 1,25 Lei, ISIN ROBUCVACNOR6) startete am Montag vergangener Woche am Hauptmarkt. Der Emittent ist kein Börsenneuling, doch bisher wurden BUCV-Aktien nur am Zweitmarkt AeRO gehandelt. Bucur SA ist seit Februar 1997 an der rumänischen Börse gelistet. Es ist das siebte Unternehmen, das den Sprung vom AeRO- in den Hauptmarkt schafft. Zuvor haben dies noch Bittnet Systems SA (BNET, 0,1 Lei, ISIN ROBNETACNOR1) im Jahr 2020, Chimcomplex Borzești SA (CRC, 7 Lei, ISIN ROCHOBACNOR8) 2022, Safetech Innovations S.A. (SAFE, 0,862 Lei, ISIN RO0MDTLNZV25) und Arobs Transilvania Software (AROBS, 0,688 Lei, ISIN ROWMR49B0RG5) im Jahr 2023, sowie Simtel Team (SMTL, 40,9 Lei, ISIN RONLG8JKKYH3) und Roca Industry Holdingrock1 S.A. (ROC1, 0,694 Lei, ISIN RO9FY9SRFU46) im Jahr 2024 geschafft.
Die Bukarester Börse ist aber seit dem 16. März auch um einen Emittenten ärmer geworden. Die Investmentgesellschaft Transilvania Investments Alliance S.A. (TRANSI, 0,616 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) hat die Finanzaufsichtsbehörde ASF darüber informiert, ab dem Datum die Aktien des Hotelbetreibers Turism Felix S.A. (TUFE, 0,426 Lei, ISIN ROTUFEACNOR7) von der Börse zurückziehen zu wollen. Anleger, die TUFE-Aktien noch halten, können beim Hauptaktionär, der Transilvania Investments Alliance S.A., den Gegenwert ihrer Anteile am Hotelbetreiber einfordern. Dieser beträgt 0,43 Lei je Aktie.
Devisen
Euro und US-Dollar bewegten sich uneinheitlich zum rumänischen Leu auf Wochensicht. So legte die europäische Gemeinschaftswährung im Lauf der vergangenen Woche fast 0,008 Prozent oder 0,0004 Lei zu, während die nordamerikanische Leitwährung, geschwächt von den internationalen Gegebenheiten, 0,0342 Lei oder 0,77 Prozent einbüßte. Damit schaffte es der Leu, den US-Dollar wieder in Richtung 4,4 Lei zu drücken, während der Euro die 5,095-Lei-Marke knackte. Gestern startete der Euro bei 5,0951 Lei und der US-Dollar bei 4,4087 Lei in die neue Woche.
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