Rumänische Börsenindizes weiter auf Rekordkurs, Dezember wohl im grünen Bereich

In der auf zwei Tagen verkürzten Handelswoche vor Weihnachten legte die Bukarester Börse noch einen Zahn zu. Der Hauptindex BET, der BETPlus-Index, der ROTX und der Energiewerte-Index stiegen in den beiden Tagen und schlossen mit neuen Rekordständen. Der BET schloss bei 24.247,43 Punkten, BETPlus bei 3524,66 Punkten, der ROTX erreichte am vergangenen Dienstag den Stand von 54.587,55 Punkten, der BET-NG 1785,85 Punkte. Einzig der Finanzwerte-Index BET-FI ging leicht zurück und schloss bei 91.378,01 Zählern, 1726,72 Punkte unter dem Rekordstand von 93.104,73 Punkten, den er in der Vorwoche erreicht hatte. Auf kurzer Wochensicht legten der BET 1,63 Prozent zu, der BETPlus 1,55 Prozent. Der Finanzwerte-Index verlor 0,27 Prozent. Mit einem Plus von 1,73 Prozent war der ROTX der Gewinner der Woche. Der BET-NG-Index legte in den beiden Handelstagen insgesamt 1,38 Prozent zu.

Der gesamte Aktienumsatz der kurzen Handelswoche machte mit 160,25 Millionen Lei nur 43 Prozent des Umsatzes der Vorwoche aus, was aufgrund der Anzahl der Handelstage nicht weiter verwunderlich ist. Der Durchschnitt lag mit 80,12 Millionen Lei je Handelstag sogar noch um 7,6 Prozent höher als in der Woche zuvor (74,48 Millionen Lei). An der Reihenfolge in der Umsatzrangliste änderte sich für die ersten drei Plätze rein gar nichts. Auch in der vergangenen Woche lag die Bank Transilvania (TLV, 30,34 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) auf dem ersten Platz, diesmal mit einem Umsatz von 24,4 Millionen Lei. An zweiter Stelle stand der Treibstoffkonzern OMV Petrom (SNP, 0,9905 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit einem Umsatzvolumen von 16 Millionen Lei. An dritter Stelle stand wieder der Erdgaserzeuger Romgaz (SNG, 9,99 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) mit 14,5 Millionen Lei. Nur auf Platz vier lag diesmal, statt DIGI Communications (DIGI, 105,6 Lei, ISIN NL0012294474), der AKW-Betreiber Nuclearelectrica (SNN, 55,9 Lei, ISIN ROSNNEACNOR8) mit 12,9 Millionen Lei. Auf Platz fünf, wie auch in der Vorwoche, der Stromerzeuger C.N.E.E.H. Hidroelectrica (H2O, 125 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6) mit 10,3 Millionen Lei.

Alle hier genannten Aktien – bis auf Hidroelectrica – legten in der vergangenen Handelswoche zu, sogar der nicht mehr so umsatzstarke Emittent DIGI (plus 2,7 Prozent). Dennoch gehören DIGI-Aktien zusammen mit SNN- und SNP-Papieren zu den großen Gewinnern der Woche: Sie erreichten neue 52-Wochen-Höchststände. Ihnen gesellten sich auch noch ein weiterer Stromerzeuger (Electrica, EL, 26,1 Lei, ISIN ROELECACNOR5), welcher auf Wochensicht sogar einen leichten Kursrückgang erlitt, und die Erste Group Bank AG (EBS, 516 Lei, ISIN AT0000652011). Bis auf Electrica gehören somit alle Emittenten zum Gewinner-Lager der vergangenen Woche. Dieses zählte 38 Emittenten. Den höchsten Wochengewinn registrierte dabei das Bauunternehmen Societatea de Construcții Napoca (NAPO, 2,98 Lei, ISIN RONAPOACNOR0): plus 10,37 Prozent. Den höchsten Verlust der Woche registrierte der Spezialist für Elektroanlagen Energopetrol (ENP, 0,74 Lei ISIN ROENPCACNOR7) mit minus 8,6 Prozent.

In diesem Jahr wird noch an zwei Tagen gehandelt werden, die nach Redaktionsschluss liegen. Sofern kein einschneidendes Ereignis vorkommt, dürfte der Dezember mit einem durchschnittlichen Zuwachs der wichtigsten Indizes von 4,2 Prozent der fünftbeste Monat dieses Jahres sein. Den Platz teilt sich der Dezember mit dem August, als die wichtigsten Indizes ebenfalls durchschnittlich 4,2 Prozent zulegten. Im Gegensatz zum August legte der Finanzwerte-Index im Dezember deutlich weniger zu, die übrigen Indizes aber mehr als doppelt so viel. Ausnahme machte hier der Energiewerte-Index BET-NG, der im Dezember 4,66 Prozent zulegte, im August immerhin noch 3,16 Prozent. Der BET legte im Dezember 5,34 Prozent zu, der BETPlus 5,14 Prozent. Der ROTX stieg um 5,3 Prozent, der BET-FI nur um 0,6 Prozent.

Devisen

Der rumänische Leu konnte sich vor Weihnachten gegen die beiden Leitwährungen Euro und US-Dollar durchsetzen. Der Euro wurde im kurzen Wochenrückblick um unscheinbare 0,011 Prozent gedrückt. Der US-Dollar hingegen verlor 0,71 Prozent. Auch auf Monatssicht zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wobei man beim Euro schon genauer hinschauen muss, um den Rückgang um 0,006 Prozent zu sehen. Der US-Dollar ging im Dezember immerhin um 1,62 Prozent zurück. Der Euro ging bei einem Stand von 5,089 Lei in die letzten Handelstage dieses Jahres, der US-Dollar bei 4,314 Lei. 


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