Einstellung der Flüge wird negative Folgen haben

Hermannstadt (ADZ) – An Bundeskanzler Dr. Friedrich Merz und Carsten Winfried Spohr, den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa AG, sandte Dr. Paul-Jürgen Porr, der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) je ein Schreiben betreffend die Einstellung des Flugbetriebs von Lufthansa CityLine nach Hermannstadt/Sibiu und Klausenburg/Cluj mit sofortiger Wirkung. Er führte mehrere für Rumänien und die Bundesrepublik Deutschland bedeutende Aspekte an, die unter der Entscheidung zu leiden haben werden.

Der DFDR-Vorsitzende wies auf die deutschen Wirtschaftsniederlassungen wie Aumovio-Continental, Bosch, Siemens, Mercedes, Kromberg & Schubert hin, die ihre Filialen dank der verlässlichen Flugverbindung von den deutschen Drehkreuzen nach Siebenbürgen in dieser Gegend gegründet haben. Es müsse befürchtet werden, dass der Wegfall dieser Flugverbindung eine reelle Gefahr für den Wirtschaftsstandort in diesen Städten darstellt.

CityLine war desgleichen der verlässlichste Partner der Tourismusbranche und insbesondere des Kulturtourismus. Nicht zuletzt stellte die schnelle und zuverlässige Flugverbindung eine vielgenutzte Möglichkeit der in beiden Staaten lebenden Familienmitglieder dar, einander zu besuchen. Die Einstellung der CityLine-Flüge werde folglich wirtschaftliche, kulturelle und sich auf die Gemeinschaft der Deutschen in Rumänien negativ auswirkende Folgen haben.

Dr. Porr unterstrich, dass er die wirtschaftliche Entscheidung nicht kritisieren möchte, bittet jedoch den Bundeskanzler, im Rahmen der ihm vom Amt her erteilten Möglichkeiten einzuwirken, und den Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden, die Aufrechterhaltung des Flugbetriebes von München nach Hermannstadt und Klausenburg zu prüfen.