Präfekt maßregelt Eisenbahnverwaltung

Thema: Der bevorstehende fünfjährige Verkehrsstopp auf der Eisenbahnstrecke Karansebesch – Turnu Severin, quer durchs Banater Bergland

Reschitza -  Der geschäftsführende Präfekt von Karasch-Severin, Cristian Gâfu (PNL), äußerte anlässlich der jüngsten Tagung des Präfekturkollegiums seinen Unmut gegenüber der rücksichtslosen und schlampigen Art und Weise, wie die Eisenbahnverwaltung jüngst bekanntgab, dass eine der Eisenbahnhauptverkehrsstrecken Rumäniens, Temeswar – Bukarest, auf dem Abschnitt Karansebesch – Drobeta Turnu Severin ab 2027 wegen Gleisbau- und Modernisierungsarbeiten für fünf Jahre komplett gesperrt wird. Zwar war im Saal nur ein einziger Vertreter der Eisenbahnverwaltung anwesend – und dieser von seinen Vorgesetzten nicht bevollmächtigt, im Namen der Eisenbahnverwaltung das Wort zu ergreifen – deswegen bestand der Präfekt darauf, dass seine Vorwürfe den Verantwortlichen überbracht werden und dass diese umgehend darauf eine Antwort zu geben haben.

„Es ist weder korrekt noch fair, wenn die Präfektur Karasch-Severin durch die Medien erfährt, was auf der Hauptbahnlinie bevorsteht, auf dem Abschnitt, der zu seinem größten Teil das Gebiet des Banater Berglands durchquert“, sagte Präfekt Cristian Gâfu. „Im Vorfeld ist weder die Präfektur Karasch-Severin, noch jene von Mehedinți von der Eisenbahnverwaltung informiert worden. Mich würde interessieren, ob Sie wenigstens mit der Stadtverwaltung Karansebesch gesprochen haben?!
Denn wenn Sie, wie angeblich beabsichtigt, Transbordierungen wegen Schienenersatzverkehr mittels Bussen für jene fünf Jahre beabsichtigen, brauchen Sie Parkplätze im Bahnhofsumfeld, Logistik! Die Vertreter Ihrer Gesellschaft sollten besser vorbereitet sein, wenn sie derlei Informationen verbreiten und immerhin jemanden zu einer solchen Tagung wie diesem Präfekturkollegium schicken, der auf Nachfragen antworten kann. Denn es stellen sich Fragen, die zu beantworten sind – Presseinformationen sind nicht ausreichend: Von derlei Maßnahmen sind breite Teile der Bevölkerung betroffen, die ausführlichere Informationen benötigen!“ 

Es gehe konkret auch um die an der Strecke liegenden Ortschaften, wo normalerweise die Züge an den Bahnhöfen halten. Die Alternativen, die die Bahn für gelegentlich Reisende oder für die Pendler bietet, müssen allen klargemacht werden, wenn man den Anspruch hat, ein guter Dienstleister zu sein. Was bisher bekanntgemacht wurde, kann nämlich als Fehlkommunikation eingestuft werden, sagte der Präfekt. „Und wenn wir es bereits im Vorfeld der Streckensperrung mit Fehlkommunikation zu tun haben, müssen wir befürchten, dass es Defizite in der Kommunikation auch während der Arbeiten geben wird. Ich möchte so verstanden werden, dass ich hiermit versuche, sowas vorzubeugen. CFR, die staatlichen Eisenbahnen, müssen besser arbeiten in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Dabei ist nicht die Kommunikation mit der Präfektur in den Vordergrund zu stellen, wohl aber jene mit dem Ortschaften an der Strecke, die konkret und verlässlich zu informieren sind, was von CFR getan wird, um den Zugverkehr zu ersetzen. Das ist Sache guter Organisierung, darf nicht dem Zufall überlassen werden.“ So Präfekt Cristian Gâfu in seinem Schlusswort.

Wie bereits berichtet, wird die Eisenbahn-Hauptverkehrsader Temeswar – Bukarest ab Februar 2027 und bis Februar 2032 wegen Gleisbau-, Modernisierungsarbeiten und streckenweiser Kompletterneuerung gesperrt und die Verwaltung der staatlichen Eisenbahnen CFR bietet Schienenersatzverkehr in dieser langen Zeitspanne an. Die Meldung, die an die Medien ging, ist nicht mit weiteren Details versehen und – wie jetzt zu hören war – auch nicht an die Verwaltungen der an der Strecke liegenden Ortschaften weitergegeben worden.