Wirtschaftsleistung im freien Fall

Statistikamt skizziert ein alarmierendes Bild der Wirtschaft des Banater Berglands

Reschitza – Das Volumen der Industrieproduktion des Verwaltungskreises Karasch-Severin – Banater Bergland – sank 2025 gegenüber 2024 um katastrophale 22,9 Prozent. Verschlimmert wird die statistisch erfasste Tatsache noch daduch, dass auch 2024 gegenüber 2023 ein Absacken der Industrieproduktion, diesmal um 19,1 Prozent verzeichnet wurde. Damit kann, etwas grob gerechnet, gesagt werden, dass die Industrieproduktion des Banater Berglands binnen zwei Jahren auf die Hälfte des Stands von 2023 gesunken ist. Das geht aus einem zusammenfassenden Bericht der Kreisdirektion für Statistik Karasch-Severin hervor, der auf Aufforderung des Präfekturkollegiums verfasst wurde.

Nicht beruhigend, aber das Bild etwas nuancierend, kommt die im selben Bericht erwähnte Tatsache, dass in derselben Zwei-Jahres-Zeitspanne, Dezember 2023-Dezember 2025, der Umsatz der Industrieunternehmen des Banater Berglands um „nur“ 20,5 Prozent gesunken ist. Allerdings sanken auch die Exportziffern – allein in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 gegenüber derselben Zeitspanne des Jahres 2024 um 27,7 Prozent, auf wertmäßig 215.919.000 Euro. Parallel sanken auch die Importe in derselben Zeitspanne, um 19,4 Prozent auf wertmäßig 186.248.000 Euro. Die Handelsbilanz weist also einen Überschuss von 29.671.000 Euro auf, doch liegt dieser um 56 Prozent unter dem Handelsbilanzüberschuss aus dem Jahr 2024, der 67.468.000 Euro betrug.

Die Daten wurden im Präfekturkollegium Karasch-Severin dieser Tage vorgestellt und leider musste der Leiter der Statistikdirektion, Cătălin Ionuț Hogea (der Sohn eines ehemaligen PDL-Abgeordneten aus Karansebesch) auch weitere, gleichermaßen realistische wie entmutigende Wirtschaftsdetails anführen. Denn auch im Hoffnungsbereich der meisten Politiker des Banater Berglands (die allerdings für die Realisierung dieser Hoffnungen, außer fleißig Zunge und Lippen, keinen Finger rühren) gab es nichts Hoffnungschaffendes. Hogea: „Der Vergleich der Daten von 2025 mit 2024 im Tourismusbereich besagt, dass sowohl die Zahl der Touristen, die das Banater Bergland besucht haben, sank – um 5,6 Prozent – als auch, dass die Zahl der Übernachtungen zurückgegangen ist – um 1,9 Prozent. Selbst die Dauer der Aufenthalte der Touristen ging 2025 gegenüber 2024 zurück: auf 2,7 Tage pro Tourist, gegenüber im Jahr zuvor 2,8 Tage/Tourist.“

So war es letztendlich nicht ganz logisch, dass die Zahl der in einem bezahlten Dienstverhältnis unter Vertrag Stehenden im vergangenen Jahr leicht angestiegen ist. Und zwar um 194 Personen auf 55.200. 62 Prozent dieser Arbeitnehmer waren im Dienstleistungsbereich tätig, 33,5 Prozent in der Industrie und im Bauwesen, 4,5 Prozent in der Landwirtschaft, im Forstwesen und auf derselben Ebene dieser an Land und Feld gebundenen Horizontalen.

Im Banater Bergland verdient man weniger als in den benachbarten Banater Verwaltungskreisen, aber auch gegenüber dem rumänienweiten Durchschnitt. Der durchschnittliche Bruttolohn lag im Landeskreis Karasch-Severin im Dezember laut Statistikdirektion bei 7677 Lei pro Arbeitnehmer. Der Landesdurchschnitt lag im selben Monat Dezember 2025 bei brutto 9868 Lei/Arbeitnehmer. Der Durchschnitt des Nettolohns bezifferte sich im Banater Bergland im Dezember 2025 auf 4601 Lei/Arbeitnehmer und lag damit um 4,2 Prozent über dem Nettolohn vom Dezember 2024 (der 4423 Lei betrug). Doch lag dieser in Karasch-Severin weit unter den Nettolohn-Durchschnitt auf Landesebene, der mit 5914 Lei/Arbeitnehmer angegeben wird.

Die Arbeitslosenquote lag im Banater Bergland im Dezember 2025 bei rund vier Prozent (3707 Personen waren als arbeitslos in den Übersichten des Arbeitsamts verzeichnet, 1976 Männer und 1731 Frauen). Die Arbeitslosenquote war 2025 um 0,5 Prozent gegenüber Dezember 2024 angestiegen. Betreffs Arbeitslosigkeit liegt der Landeskreis Karasch-Severin um 0,7 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Landesweit betrug die Arbeitslosigkeit in Rumänien im Dezember 2025 3,3 Prozent.