Bukarest/Moskau (ADZ) – Ein rumänischer Staatsbürger ist in Russland zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er angeblich für die Ukraine spioniert habe, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf eine gerichtliche Pressemitteilung aus Russland auf der Plattform Telegram beruft. Das rumänische Außenministerium (MAE) bestätigt den Fall. Man habe versucht, sowohl über Bukarest wie Moskau mit dem Angeklagten in Kontakt zu kommen, um Konsularhilfe anzubieten, die russischen Behörden verweigerten jedoch bisher den Kontakt. Nach Angaben des MAE stehe man in enger Verbindung mit dessen Angehörigen.
Der zum Zeitpunkt der Verhaftung im Dezember 2024 23-jährige Rumäne soll laut jüngsten russischen Angaben am 12. November 2024 mithilfe einer Drohne Luftverteidigungsanlagen in Sotschi (Region Krasnodar) ausgespäht und die Positionsdaten sowie weitere Informationen an einen ukrainischen Offizier versandt haben. Als Gegenleistung habe er von diesem eine „sichere Ausreise“ aus Russland verlangt und gab an, sich den „britischen Legionen“ in der Ukraine anschließen zu wollen.
Der russische Inlandsdienst FSB hatte bereits im April 2025 mitgeteilt, ein 23-jähriger Rumäne sei wegen Spionage in Sotschi verhaftet worden.





