Bukarest (ADZ) – Insgesamt 16 ukrainische Firmen wollen hierzulande unbemannte Luftfahrtsysteme produzieren – deren Unternehmensleitungen stellen in diesen Tagen in Bukarest ihre Produkte vor und tauschen sich mit Vertretern des Verteidigungsministeriums sowie des Generalstabs des rumänischen Heeres aus. Das Kooperationsprojekt ist eine direkte Folge der jüngst eingegangenen strategischen Partnerschaft zwischen Rumänien und der Ukraine, finanziert werden soll es über das SAFE-Programm (Security Action for Europe) der EU – ein Kreditprogramm, das darauf abzielt, die Verteidigungskapazitäten der EU-Mitgliedstaaten durch gemeinsame Beschaffungen zu stärken. Für die rumänisch-ukrainische Kooperation im Bereich der Drohnenproduktion stehen insgesamt 200 Millionen Euro aus dem SAFE-Programm zur Verfügung.
Die ukrainischen Drohnenhersteller trafen am Mittwoch beim Sitz des Verteidigungsministeriums mit Vertretern des Generalstabs des rumänischen Heeres zusammen, nachdem sich Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) am Vortag mit dem stellvertretenden ukrainischen Ressortminister, Sergyj Boyew, zum angestrebten Kooperationsprojekt ausgetauscht hatte. Im Verteidigungsbereich würden Beschaffungen längst nicht mehr ausreichen – ausschlaggebend sei mittlerweile die Eigenproduktion, erläuterte Miruță den Medien anschließend. Rumänien werde die Erfahrung des kriegsgebeutelten Nachbarlandes zugute kommen, während die Ukraine ihrerseits dank Rumänien von einer aus dem SAFE-Programm der EU finanzierten Drohnenproduktion profitieren könne, fügte der Verteidigungsminister hinzu.
Am Donnerstag wurden die ukrainischen Drohnenhersteller sodann bei der Kanzlei des Regierungschefs vorstellig, um die logistischen Aspekte einer lokalen Drohnenproduktion zu besprechen.





