Bukarest/Hermannstadt (ADZ) – PNL und USR haben am Wochenende Stellung zu den jüngsten Attacken von PSD-Chef Sorin Grindeanu auf Premierminister Ilie Bolojan (PNL) bezogen: So forderte der Generalsekretär der PNL, Dan Motreanu, die Sozialdemokraten auf, ohne Umschweife zu verdeutlichen, ob sie noch weiter zu ihrer Veranwortung als Partner in einer Regierungskoalition stehen wollten oder nicht. Sollte die PSD das nicht mehr können oder wollen, habe sie das unmissverständlich klarzustellen und die politischen Konsequenzen ihrer Handlungen zu schultern, sagte Motreanu. Der PNL-Generalsekretär warf der PSD zudem Scheinheiligkeit vor – auf Koalitionsebene habe sie alle wichtigen Maßnahmen und Beschlüsse der Regierung stets abgesegnet, öffentlich jedoch dagegen gewettert – derlei Diskrepanzen würden bloß für Verwirrung sorgen und das Vertrauen zwischen den Koalitionspartnern untergraben.
Seinerseits sagte USR-Chef Dominic Fritz am Rande eines in Hermannstadt gestiegenen Parteitages, die PSD habe endlich nachzuvollziehen, dass sie als Partner in einer Koalition nicht mehr in der Lage sei, alleine zu entscheiden. Bezüglich des Vorwurfs Grindeanus, Bolojan sei de facto „der Regierungschef der USR“, sagte Fritz, das Gegenteil treffe zu – de facto habe der Premier der PSD „weit mehr Zugeständnisse“ als der USR gemacht. Der USR-Chef warnte zudem, dass derlei Manöver der PSD leicht in eine handfeste politische Krise ausarten könnten.
Grindeanu schoss daraufhin prompt zurück: Aus Sicht seiner Partei sei es an der Zeit zu bewerten, was in den letzten neun Monaten in puncto Regierung gut und was schlecht gelaufen sei – man fühle sich gegenüber einem Premier, der sich als Opfer inszeniere, „nicht verpflichtet“, so der PSD-Vorsitzende.





