Bukarest/Luxemburg (ADZ) – Die Europäische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zur Beschaffung elektrischer Schulbusse über den Wiederaufbauplan PNRR aufgenommen. Das teilte der zuständige Minister Dragoș Pîslaru (REPER) mit, dessen Haus auch die Luxemburger EU-Behörde eingeschaltet hatte.
Er fordert nun eine rasche Aufklärung. Sollten Verstöße vorliegen, müssten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte er. Bereits im August 2025 hatte sein Ministerium eine interne Prüfung angeordnet, nachdem Medien über deutlich überhöhte Preise berichteten.
Das Programm „Elektrische Schulbusse für Schüler“ war ursprünglich auf 3200 Fahrzeuge ausgelegt. Der veranschlagte Durchschnittspreis lag bei rund 78.000 Euro pro Bus, das Gesamtbudget bei 250 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Tatsächlich wurden nur etwa 1300 Fahrzeuge beschafft, da sie durch geänderte technische Vorgaben deutlich mehr kosteten. Für identische Modelle wurden laut Ministerium zwischen 99.000 und 263.000 Euro verlangt – ohne nachvollziehbare technische Gründe. Dies deute auf mögliche Preisabsprachen hin. Eine der beteiligten Firmen erhielt mehr als 35 Aufträge in über 60 Prozent der Landeskreise; der Auftragswert liegt bei mindestens 135 Millionen Euro.





