Bukarest (ADZ) – Der frühere Agrarminister Adrian Chesnoiu (PSD) ist am Mittwoch von einer Instanz des Obersten Gerichts wegen Amtsmissbrauchs zu vier Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der PSD-Politiker kann dagegen berufen. Die Antikorruptionsbehörde DNA hatte Chesnoiu vorgeworfen, Einstellungsverfahren im Agrarministerium wiederholt manipuliert zu haben. Die Gerichtsinstanz sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass Chesnoiu u. a. Prüfer veranlasste, bestimmten Bewerbern im Vorfeld die Fragen für die schriftliche Einstellungsprüfung mitzuteilen; in einem Fall habe der Minister sogar den Prüfungsausschuss veranlasst, einen Bewerber einzustellen, obwohl dieser bei der Prüfung unterdurchschnittlich abgeschnitten bzw. die erforderliche Anzahl von Punkten nicht geschafft hatte, so die Instanz.
Der als Schützling des PSD-Lokalbarons Paul Stănescu geltende Chesnoiu ist zurzeit Generaldirektor der Agentur für die Finanzierung von Agrarinvestitionen (AFIR).





