Bukarest (ADZ) – Der prorussische ultrarechte Ex-Präsidentschaftsanwärter Călin Goergescu hat Rumänien als „primitiven, barbarischen Staat“ bezeichnet, der einem „Lager für Non-Arbeit“ ähnele und dessen „Wächter“ die rumänischen Politiker seien. Im Gespräch mit seinem Haussender Realitatea TV sagte Georgescu zudem, mit seiner „physischen Vernichtung“ zu rechnen, und drohte „dem System“, das ihn angeblich beseitigen will: Nach seiner „Eliminierung“ werde er „nicht einen, sondern Millionen“ Nachfolger haben, da Rumänien „weder der EU noch der NATO“, sondern einzig den Rumänen gehöre. Der Rechtsextremist stellte des Weiteren klar, es nicht zu bereuen, im Präsidentenrennen von 2024 angetreten zu sein – er würde es wann immer abermals tun. Auf seine Einkommensquellen angesprochen, die nach wie vor völlig unklar sind, erklärte der 63-Jährige, dass „Gott uns allen unter die Arme greift“.
Georgescus TV-Auftritt erfolgte, nachdem der wegen seiner Justizprobleme in Serbien abgetauchte ehemalige PSD-Abgeordnete und Unternehmer Sebastian Ghiță in einem Interview mit dem Journalisten Cristian Ciuperca überraschend eröffnet hatte, dass Georgescu ihn bereits 2021 in Belgrad aufgesucht habe, um Geldmittel und „Kontakte zu Russen und Serben“ zu erbitten. Georgescu habe ihm damals wortwörtlich gesagt, den „Weg des Lichts“ bereits beschritten zu haben und „Rumäniens Präsident“ zu sein, sagte Ghiță in dem anschließend auch von seinem Sender Romania TV ausgestrahlten Interview.
Als Reaktion auf Ghițăs Enthüllungen behauptete Georgescu daraufhin bei Realitatea TV, den Ex-PSD-Politiker absichtlich um Hilfe gebeten zu haben, da er gewusst habe, dass diese ausbleiben werde – damit habe er bloß die Behörden in Bukarest in die Irre führen wollen.





