Nahost-Krieg: Regierung beriet über Rückholaktionen

Außenamt: Rund 14.000 Rumänen in den Emiraten gestrandet

Insgesamt 318 rumänische Bürger – Pilger und Touristen – sind am Dienstag mit Charterflügen mithilfe der Fluglinie TAROM aus dem Spannungsgebiet im Nahen Osten über Ägypten ausgeflogen und repatriiert worden, wie Außenministerin Oana Țoiu mitteilte. Sie sei in fortlaufendem Kontakt mit dem ägyptischen Außenminister Badr Abdel-Aati, um weiteren Touristengruppen den Transit nach Ägypten zu ermöglichen. | Foto: Inquam Photos / Ovidiu Micsik

Bukarest (ADZ) -– Angesichts der wegen des Nahost-Kriegs in der Golfregion gestrandeten Abertausenden rumänischen Bürgern hat die Regierung am Montag den EU-Mechanismus für Zivilschutz aktiviert, nachdem Premier Ilie Bolojan (PNL) in einer Dringlichkeitssitzung mit den Ministern für Äußeres, Verkehr, Wirtschaft, Verteidigung und Finanzen über mögliche Lösungen bzw. Rückholaktionen beriet. Letztere gestalten sich allerdings als schwierig, da der Luftraum in der Region weitgehend gesperrt ist. Auch die Rückholung einer Gruppe von mehr als 300 Rumänen, die aus Israel über den Landweg nach Ägypten gereist war, um von dort ausgeflogen zu werden, verzögerte sich: Planmäßig hätte die Gruppe bereits Montagmorgen in Bukarest landen sollen, doch gestaltete sich ihre Reise nach Kairo zeitaufwendiger als erwartet, sodass ihr Heimflug an Bord zweier gecharterter TAROM-Maschinen letztlich erst in der Nacht auf Dienstag erfolgen konnte. 

Rückholaktionen für die in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) festsitzenden rumänischen Reisenden sind derweil noch problematischer – de facto sind sie zurzeit wegen der militärischen Eskalation und geschlossenen Flughäfen in der Region unmöglich. Nach Angaben des Außenamtes ist die Zahl der in den VAE gestrandeten Rumänen mitterweile auf etwa 14.000 angewachsen – sie alle seien ersucht, sich unbedingt bei den eigenen Auslandsvertretungen auf deren Krisenvorsorgelisten eintragen zu lassen, alle Hinweise des Außenamtes sowie Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen und in Kontakt mit den rumänischen Diplomaten zu bleiben – es werde intensiv an Möglichkeiten gearbeitet, um sie aus der Region herauszuholen, wobei Kindern und Kranken Priorität eingeräumt werden soll, teilte Außenministerin Oana Țoiu (USR) mit.