Bukarest (ADZ) – Der Begriff Femizid wird erstmals rechtlich verankert – vorbehaltlich einer Ausfertigung durch Präsident Nicușor Dan. Von 289 Abgeordneten gab es im Unterhaus nur eine Gegenstimme. Femizid wird demnach bei Tötungsdelikten als eigenständiges Merkmal gelten und strenger bestraft werden. Die PSD-Abgeordnete Silvia Mihalcea sprach von einem historischen Schritt. Das Gesetz schaffe keinen neuen Straftatbestand, stellte sie klar. Es trage jedoch der Tatsache Rechnung, dass extreme Gewalt in der Mehrzahl der Fälle Frauen trifft. Von den Liberalen wies Mitinitiatorin Alina Gorghiu auf den Druck aus der Gesellschaft und von Nichtregierungsorganisationen hin. Die UDMR-Abgeordnete Éva Csép sagte, Gewalt gegen Frauen sei kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Problem. Ihre Kollegin von der USR, Cynthia Păun, erklärte, für viele Frauen sei das eigene Zuhause gefährlicher als die Straße. Das Gesetz werde die Probleme allerdings nicht von heute auf morgen lösen.





