Regierung prüft Schritte gegen hohe Spritpreise

Ivan schließt jedoch Preisdeckelung aus

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Bukarest (ADZ) – Energieminister Bogdan Ivan hält es für „äußerst wichtig“, dass die Kraftstoffpreise in Rumänien nicht „auf zweistellige“ Niveaus steigen. Deshalb arbeite die Regierung derzeit an fünf Szenarien, um einen weiteren starken Anstieg zu verhindern, sagte der Minister am Wochenende. 
Zu den geprüften Maßnahmen gehört auch eine Senkung der Verbrauchssteuer auf Diesel und Benzin. Welche Schritte die Regierung am Ende beschließt, hänge laut Ivan von der Entwicklung des Kriegs im Nahen Osten ab.

Die jüngsten Börsennotierungen zeigten bereits neue Höchststände beim Brent-Ölpreis sowie beim Preis für eine Tonne Diesel. Diese Entwicklung wirke sich weltweit auf die Energiepreise aus. Niemand könne derzeit sagen, wie lange der Konflikt dauern werde und ob die Strategie von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit der Straße von Hormus Erfolg haben werde. Von dort aus gingen derzeit die wichtigsten Blockaden im Ölhandel aus, sagte Ivan.

Ein weiterer möglicher Ansatz richte sich gezielt an besonders betroffene Branchen, so Transportunternehmen und Landwirte, die unter den steigenden Kraftstoffpreisen leiden, so Ivan, der eine direkte Preisdeckelung ausschloss und befristete, gezielte Maßnahmen in Aussicht stellte.