Regierungschef Bolojan: „Werde mein Mandat weiterführen“

Weder USR noch der UDMR ziehen ihre Minister aus seinem Kabinett ab

Regierungschef Ilie Bolojan | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) hat in einer ersten Reaktion auf den Beschluss der PSD, ihm das Vertrauen zu entziehen und damit eine Regierungskrise loszutreten, die Entscheidung als „völlig falsch und unverantwortlich“ bezeichnet – nicht ihm, sondern dem Land gegenüber, insbesondere in Zeiten einer internationalen Krise. Bolojan betonte dabei abermals, entschlossen zu sein, sein Mandat weiterzuführen und sich trotz politischer Krise um Stabilität zu bemühen. Der PSD warf Bolojan in seinem Statement „Respektlosigkeit vor den eigenen Bürgern“ sowie Feigheit vor – es sei schlichtweg abstrus, einerseits Koalitionsbeschlüsse mitzutragen und andererseits zu versuchen, sich anschließend vor jeder Verantwortung zu drücken, so der Premier.

USR-Chef Dominic Fritz stellte seinerseits klar, dass die Reformpartei Regierungschef Bolojan weiter unterstützen werde. Der PSD hielt Fritz vor, ein doppeltes Spiel zu treiben und im Parlament de facto seit Monaten „eine pa-rallele Mehrheit mit der AUR“ anzustreben. Die Sozialdemokraten hätten ein „zynisches und groteskes Spektakel“ durchgezogen, um sich selbst zu belügen bzw. sich vorzumachen, noch ebenso einflussreich wie in ihren Glanzzeiten zu sein – die PSD sei „wie eine Katze, die in den Spiegel blickt und meint, sie sehe einen Löwen“, brachte es der USR-Chef auf den Punkt.

Seitens des UDMR erklärte Parteichef Hunor Kelemen, dass man keinen Grund sehe, die eigenen Minister aus dem Kabinett von Premierminister Bolojan abzuziehen. Der UDMR-Chef hob zudem hervor, es als „unerhört“ zu erachten, dass eine politische Partei einer anderen vorgeben wolle, wen sie als Regierungschef aufzustellen habe. In puncto Fünfer-Koalition sagte Kelemen, diese sei offenkundig „am Ende“.