Bukarest (ADZ) – Staatspräsident Nicușor Dan hat am Montag unabwendbare „politische Turbulenzen“ bestätigt: Aus den Statements der beiden bisherigen Koalitionspartner PSD und PNL gehe klar hervor, dass deren „Positionen unversöhnbar“ seien, sagte das Staatsoberhaupt den Medien am Rande eines Events der Akademie für Wirtschaftswissenschaften (ASE). Dan hob dabei abermals hervor, im Kontext der ausgebrochenen Regierungskrise die Rolle eines Vermittlers übernehmen zu wollen, ohne sich jedoch auf die Seite des einen oder anderen Koalitionspartners zu schlagen – wonach er suche, sei eine „Formel für eine proeuropäische Regierung“, die er bis dato allerdings nicht gefunden habe, da „zwei Fraktionen, ohne die keine Mehrheit zustande kommen kann, völlig unterschiedliche Standpunkte vertreten“.
Auf die von den Medien durchgespielten Szenarios, darunter jenes eines technokratischen Regierungschefs, angesprochen, gab sich der Präsident bedeckt – er werde so lange zu Konsultationen und Verhandlungsrunden bitten, bis sich eine „stabile Lösung“ abzeichne. Dafür versicherte der Staatschef, der in den letzten Wochen wiederholt vertrauliche Gespräche mit den Koalitionsspitzen geführt hatte, dass unter den bisherigen Koalitionsparteien immerhin Konsens herrsche bezüglich der Meilensteine des Aufbau- und Resilienzplans (PNRR) und der bloß noch bis Ende August zur Verfügung stehenden Milliarden aus der Resilienzfazilität der EU – alle Koalitionsparteien seien sich einig gewesen, dass das Abrufen der EU-Milliarden nicht beeinträchtigt werden dürfe.
Den Spitzen der geplatzten Koalition empfahl Nicușor Dan nicht zu guter Letzt, „besonnen und wohlüberlegt“ vorzugehen, damit man sich schnellstmöglich zu einer allseits akzeptablen Lösung durchringen könne.





