Bukarest (ADZ) – Zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren reist der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj nach Rumänien, berichten Medien übereinstimmend. Geplant sind am Donnerstag offenbar Gespräche mit seinem rumänischen Gegenüber Nicușor Dan sowie mit Regierungschef Ilie Bolojan. Der ukrainische Präsident ist ohnehin zur B9-Gipfeltagung am 13. Mai in Bukarest eingeladen. Zu dieser 2015 von Rumänien und Polen ins Leben gerufenen Staatengruppe gehören neben den Gründern auch Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei sowie die drei baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen.
Mit scharfer Kritik reagierte der Chef der rechtnationalistischen AUR, George Simion, auf die Ankündigung. Auf Facebook schrieb Simion, der oft Kreml-nahe Positionen vertritt, dass es sich beim Rumänien-Aufenthalt Selenskyjs entweder um einen „Besuch bei den Sponsoren“ handele oder um ein Vorbeischauen „des Herrn bei den Knechten“. Potenziell feindliche Reaktionen der Moskau-freundlichen Kräfte hatten es nach Angaben von Insidern des Politbetriebs beim letzten Besuch Selenskyjs in Bukarest im Oktober 2023 verhindert, dass der ukrainische Präsident eine Rede vor dem Parlament hielt.





