Bukarest (ADZ) – Der designierte Premier Adrian Veștea hat zwar von einer Kampfabstimmung gegen Liberalenchef Ilie Bolojan abgesehen, nichtsdestotrotz wollen er und seine liberalen Anhänger die Beschlüsse des außerordentlichen Parteitags der PNL, den Veștea bei Facebook als „satzungs- und rechtswidrig“ bezeichnet hatte, vor Gericht anfechten – angeblich wegen verfahrenstechnischer Mankos.
So hatten die PNL-Rebellen beim Oberlandesgericht Ilfov – einem Landeskreis, dem bekanntlich der einflussreiche Anführer des sogenannten „Putschisten“-Flügels, Hubert Thuma, als Kreisratschef vorsteht – eine einstweilige Verfügung gegen die Beschlüsse des PNL-Vorstands in puncto Einberufung des Landesrates und anschließenden außerordentlichen Parteitags beantragt und in Windeseile erwirkt, obwohl die Ilfover Gerichtsinstanz weder für eine Partei mit Sitz in Bukarest zuständig ist noch in satzungskonforme Beschlüsse politischer Parteien eingreifen darf.
Beim gleichen Ilfover Oberlandesgericht verklagten die „Putschisten“ zudem sowohl die PNL als auch deren Parteichef – sie fordern Schmerzensgeld in Höhe von 4 Millionen Lei bzw. 250.000 Lei für jeden der insgesamt 16 Kläger.




