Bukarest (ADZ) – Der Steuerbehörde ANAF sind Aberhunderte gepfändete oder beschlagnahmte Güter, darunter mehr als 200 Personenkraftwagen, abhanden gekommen – aktenmäßig seien sie zwar erfasst, physisch jedoch „spurlos verschwunden“, teilte die ANAF-Leitung in einer Aussendung mit. Das behördliche Schlamassel flog auf, als der Fiskus in den letzten Tagen seine digitale Plattform launchte, auf der er beschlagnahmte und gepfändete Güter online versteigern will – dabei stellte sich nämlich heraus, dass Aberhunderte Güter aus dem Fundus des Fiskus de facto unauffindbar sind.
ANAF-Chef Adrian Nica teilte in einer ersten Reaktion mit, eine landesweite Inventur aller von seiner Behörde gepfändeten und beschlagnahmten Güter angeordnet zu haben – dabei könne er nicht ausschließen, dass man „auf weitere Situationen dieser Art“ stoßen und die Zahl der verschwundenen Pkw etwa auf „300 oder gar 400“ hochschnellen werde. Zugleich ordnete die ANAF-Leitung umgehende hausinterne Ermittlungen an, da der Verdacht nahe liegt, dass so manche Fiskus-Beamte erhebliche Integritätsprobleme haben bzw. sich aus dem Fundus der eigenen Behörde bedienten.
Die landesweite Inventur der von der Steuerbehörde gepfändeten und beschlagnahmten Güter soll, der ANAF-Leitung zufolge, bis zum 1. Mai durchgezogen werden – diejenigen Beamten, denen Amtspflichtvernachlässigung nachgewiesen werden könne, würden den Gegenwert der abhanden gekommenen Güter aus der eigenen Tasche berappen müssen, stellte ANAF-Chef Nica klar.





