Bericht aus den Stadtratssitzungen – August & September 2025

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

aufgrund meines Urlaubs konnte ich im September keinen Bericht veröffentlichen. Deshalb möchte ich Ihnen heute gemeinsam einen Überblick über die wichtigsten Themen und Entscheidungen aus den letzten beiden Stadtratssitzungen geben. Die Monate August und September standen ganz im Zeichen von Infrastruktur, Lebensqualität und mehr Transparenz bei öffentlichen Projekten.

Lebenswerte Stadtteile
Ein zentrales Thema war erneut die Gestaltung von Spielplätzen in Kronstadt.Ich habe angeregt, dass neue und renovierte Anlagen – wie der kürzlich modernisierte Spielplatz Nr. 203 im Handelszentrum – nicht nur für Kinder bis 7 Jahre, sondern wie ausgewiesen auch für ältere Kinder bis 14 Jahre attraktiv gestaltet werden. Das bedeutet: vielfältigere Geräte, auch mit höherem Schwierigkeitsgrad, und eine bessere Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Altersgruppen.

Am Spielplatz Nr. 39 beim Kreiskrankenhaus habe ich auf die unglückliche Lage des Müllcontainers hingewiesen. Er steht direkt neben dem Spielbereich, was zu Geruchsbelästigung, hygienischen Problemen und einem Unsicherheitsgefühl führt, da sich dort auch Menschen ohne festen Wohnsitz aufhalten. Ich habe angeregt, den bestehenden Müllcontainer künftig durch eine moderne Ecoinsel-Anlage zu ersetzen.

Außerdem habe ich erneut das Thema Fußgängerzonen aufgegriffen und eine vollständige Übersicht aller im Stadtgebiet geplanten Gehwegsanierungen eingefordert.

Transparenz und Finanzierung
Nach acht Monaten finanzieller Unsicherheit bei der Auszahlung der Gehälter konnte endlich eine Lösung für die Bereitstellung der städtischen Mittel für die Stiftung für historische Gebäude (Funda]ia Monumentelor Istorice) gefunden werden. Die finanziellen Schwierigkeiten bestehen bereits seit Ende letzten Jahres, als absehbar war, dass die Stiftung bis zur Verabschiedung des neuen Haushalts im April keine Mittel erhalten würde. Erst jetzt wurden auch die fehlenden Beträge ausgeglichen.
Die vor einigen Monaten verabschiedete neue Organisationsstruktur wird nun schrittweise umgesetzt. An dieser Stelle möchte ich Kristina Creo{teanu herzlich für ihr Engagement als Direktorin der Stiftung danken; sie wurde im August von Diana Micu abgelöst.

Ein weiteres Thema war der Grünflächenkataster. Ohne diesen können die Grünflächen nicht korrekt in den Flächennutzungsplan (PUG) und in Bebauungspläne (PUZ) aufgenommen und bei der Stadtplanung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang habe ich gebeten, das Konzept „Schwammstadt“ (Sponge City) stärker einzubeziehen – also grüne Lösungen zur Regenwasserbewirtschaftung und Hitzeminderung. Dieses Konzept findet international immer mehr Anklang, weil es Städte widerstandsfähiger gegen Starkregen und Trockenheit macht. Es umfasst u. a. Entsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung, den Ausbau von Grünflächen und Wurzelkammersystemen, um Regenwasser besser aufzunehmen.

Mobilität & Bildung
Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben wurden in Kronstadt mehrere Kindergärten zusammengelegt und betreuen nun jeweils mindestens 250 Kinder. Von diesen Zusammenlegungen ausgenommen sind die städtischen deutschen Kindergärten Nr. 4 in der Schulgasse und Nr. 37 in der Langgasse.

Im Bereich Verkehr habe ich die angespannte Situation auf der Schulbuslinie TE13, die von Stupini (Biengärten) zur Honterusschule fährt, angesprochen: Das derzeit eingesetzte Fahrzeug ist zu klein. Ich habe vorgeschlagen, einen Bus mit größerer Kapazität einzusetzen.

Auch beim öffentlichen Nahverkehr insgesamt steigen die Kosten stark. Die Fahrgeldeinnahmen decken nur 21 % der Kosten, der Rest wird von den Kommunen getragen. Wir haben im Stadtrat über mögliche Lösungen beraten, damit Mobilität für alle leistbar bleibt. Ein Konsens wurde bisher nicht erreicht.

Erhaltung & Kultur
Die Bürger von Noua wünschen sich eine Wiederbelebung des historischen Schwimmbads aus dem Jahr 1955. Ich habe den Bürgermeister gebeten, diese Möglichkeit neu zu prüfen. Sein Plan sieht derzeit vor, anstelle des Schwimmbads einen Park zu errichten, was von den meisten Anwohnern abgelehnt wird.
Bei der Restaurierung von Wegkreuzen (Troi]e) wurde kritisiert, dass die Kosten nicht ausreichend erklärt wurden und die Dokumentation der Fachleute fehlt. Transparenz ist hier unerlässlich – besonders, wenn öffentliche Gelder und EU-Mittel eingesetzt werden. Laut Projektplan belaufen sich die Kosten für die Restaurierung eines Wegkreuzes auf rund 250.000 Euro, wobei es sich bei den meisten nicht um historische Kleindenkmäler handelt.

Modernisierung von Institutionen
Ich habe für die Änderung der Organisationsstruktur des Theaters „Sic² Alexandrescu“ gestimmt. Ziel ist es, mehr Schauspieler für ein vielfältigeres Programm zu engagieren. Der neue Interim-Intendant–Florin Co{ule] – hat sich viel vorgenommen. Er möchte das Theaterangebot erweitern und auch eine neue Alterskategorie ins Visier nehmen: Kinder ab 10 Jahren – eine Altersgruppe, die bislang kaum städtische Theaterangebote hat.

Ihr Beitrag zählt
Die Stadt plant eine neue Pflanzkampagne. Ich sammle bis zum 5. Oktober Vorschläge für Straßenabschnitte, an denen Bäume gepflanzt werden sollen. Schreiben Sie mir gerne Ihre Ideen: o.grigoriu@fdgrbv.ro

Wie immer gilt: Ich stehe Ihnen für Fragen, Anliegen oder Anregungen jederzeit zur Verfügung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre Olivia Grigoriu                   

Stadträtin in Kronstadt