In naher Zukunft werden Touristen aus dem In- und Ausland bei ihrem Besuch der Wehrkirche in Hamruden von jungen Reiseleitern begleitet werden. Im Rahmen des Projekts „Wiederbelebung der Wehrkirche Hamruden für nachhaltigen Tourismus und Gemeindeentwicklung“ nehmen mehrere Jugendliche aus dem Dorf an kostenlosen Deutsch-, Englisch- und Geschichtekursen teil, die im Rahmen eines mit europäischen Mitteln finanzierten Projekts von der evangelischen Kirchengemeinde und der Lokalverwaltung durchgeführt wird. Das Projekt „Wiederbelebung der Wehrkirche Hamruden für nachhaltigen Tourismus und Gemeindeentwicklung“ nimmt sich vor, den Tourismus in der Gegend zu fördern, wobei das Kulturerbe und die Kirchenburg im Mittelpunkt stehen. Die Jugendlichen können sich als Freiwillige bei den in den nächsten Jahren geplanten Veranstaltungen in der Gemeinde engagieren und Touristen, die Hamruden besuchen, Auskunft geben.
Kurs über die Geschichte der Ortschaft
In der ersten Aprilwoche erlernten die Schüler Kommunikationsfähigkeiten in deutscher Sprache, anschließend vertieften sie ihre Kenntnisse bei einem Kurs zur Ortsgeschichte. Durch interaktive Aktivitäten lernten die Schüler die Geschichte der Gemeinde Hamruden, die lokalen Traditionen sowie das natürliche und kulturelle Erbe der Region kennen. Sie gewannen ein besseres Verständnis für die lokale Identität und die Bedeutung der Bewahrung des gemeinschaftlichen Erbes.
Jugendliche werden zu Reiseleitern ausgebildet und lernen Deutsch „Sowohl ich als auch die Kinder haben uns sehr gefreut, an diesem Geschichtskurs teilzunehmen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, dass sie sich ihrer lokalen Geschichte, der Geschichte ihres Heimatortes, viel bewusster geworden sind. Hamruden und die Wehrkirche werden von vielen Touristen besucht. Da unsere Schule in der Nähe der Kirche liegt, kommen sehr viele Touristen, die die Kirche besichtigen wollen, in den Schulhof, und die Kinder sehen das. Dann können sie Wegbeschreibungen geben oder wertvolle Informationen über die Kirche weitergeben“, meint die Geschichtelehrerin Maria Neagoe-Santa.
Ein umfangreiches kulturelles Programm
Ebenfalls Anfang April hatten die Schüler die Gelegenheit, einen Deutschkurs zu besuchen. „Ich unterrichte Deutsch in einer Grundschulklasse und finde es interessant, dass die Kinder viel ruhiger und aufmerksamer sind. Überraschenderweise hatten sie bisher noch keinen Kontakt mit der deutschen Sprache, aber die Methoden, die ich angewendet habe, haben funktioniert, denn sie waren sehr aufmerksam” bemerkte Anamaria Pelei, Deutschlehrerin an der Gymnasialschule in Reps und eine der Ausbilderinnen dieses Kurses.
Im Rahmen dieses Projekts werden in den nächsten Jahren auch Workshops zu Handwerk, Ethnografie und Malerei sowie ein Kreativ- und Kulturbildungscamp stattfinden. Außerdem wird in der Kirchenburg ein Multimedia-Führer mit Hologrammen eingerichtet. Es wird auch kulturelle Veranstaltungen der Gemeinde geben, darunter das Erntedankfest, den Traubenball, aber auch Sport- und Freizeitveranstaltungen, darunter Rennwettbewerbe und Wandern auf der Strecke, die die Kirchenburg mit dem Weg von Streitfert nach Gorun verbindet.





